Chile präsentiert Rueda als neuen Nationaltrainer

Chile-Star Alexis Sanchez
Foto: Fanny Schertzer / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Der Kolumbianer Reinaldo Rueda leitet zukünftig die Geschicke der chilenischen Nationalmannschaft. Nachdem Chile die Qualifikation für die WM in Russland als Gruppensechster verpasst hatte, bot der vormalige Nationaltrainer Juan Antonio Pizzi seinen Rücktritt an. Mit dem 60-jährigen Rueda werden nun die Weichen Richtung WM-Qualifikation 2022 gestellt. 

Die Nationalmannschaft Chiles verpasste unter dem ehemaligen Trainer Juan Antonio Pizzi die Qualifikation für die WM 2018 am letzten Spieltag mit einem krachenden 0:3 gegen Brasilien. Daraufhin waren die Tage des Director Tecnico gezählt, denn Pizzi stand während seiner kompletten Amtszeit schon unter kritischer Beobachtung seitens der Öffentlichkeit.

Trotz der geglückten Titelverteidigung bei der Copa America 2016, erlangte er nie den Beliebtheitsgrad seiner Vorgänger Sampaoli und Bielsa. Unter Pizzis Leitung tat sich La Roja gerade gegen vermeintlich kleinere Gegner schwer.

Dies kostete die Mannschaft wichtige Punkte in der WM-Quali und Pizzi schließlich den Job. Nun ruhen die traditionell sehr hohen Erwartungen der Chilenen also auf den Schultern des Kolumbianers Reinaldo Rueda.

Erfahrener Rueda soll Chile zur WM 2022 führen

Für das Engagement in Chile löste Rueda seinen Vertrag beim brasilianischen Traditionsklub Flamengo Rio de Janeiro nach nur einem halben Jahr wieder auf. Die Zielsetzung ist nun klar: Am Ende der nächsten WM-Qualifikation muss für Chile die Teilnahme am Turnier 2022 in Katar stehen.

Einfach wird das für Rueda aber keineswegs. Die goldene Generation Chiles um Arturo Vidal, Alexis Sanches und Claudio Bravo ist in die Jahre gekommen. Talente rücken zwar nach, haben aber – gerade international – noch nicht ihre Klasse unter Beweis stellen können.

Beim Erreichen des Minimalziels kann sich Rueda auf seine Erfahrung als Nationaltrainer verlassen. So führte er mit Honduras 2010 und Ecuador 2014 bereits Nationen zu Weltmeisterschaften, die zumindest auf dem Papier über weniger Potenzial verfügen als die mit erfahrenen Europalegionären gespickte Mannschaft Chiles.

Die zentrale Aufgabe Ruedas wird sein den gewachsenen, aber eben auch gealterten Stamm der chilenischen Nationalmannschaft um einige junge Talente zu erweitern und langsam aber sicher den Generationswechsel einzuleiten. Gelingt ihm das, sollten wir die Chilenen 2022 wieder bei einer WM sehen. Vorausgesetzt, Öffentlichkeit und Verband gewähren Rueda die nötige Zeit und Ruhe.