Confed Cup 2017: Chile dank Claudio Bravo im Finale – Wieder gegen Deutschland?

Chile-Star Alexis Sanchez
Foto: Fanny Schertzer / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Der Confed Cup 2017 hat seinen ersten Finalisten. Dank eines überragenden Claudio Bravo, der weder in den 120 Minuten zuvor noch im letztlich entscheidenden Elfmeterschießen zu überwinden war, setzte sich Chile im Halbfinale gegen Portugal durch und darf mehr denn je vom ersten interkontinentalen Titel der Verbandsgeschichte träumen. Gegen wen La Roja am Sonntag im Endspiel von St. Petersburg antreten muss, entscheidet sich derweil heute im zweiten Halbfinale zwischen Deutschland und Mexiko.

Sollte die deutsche Mannschaft bei ihrer dritten Teilnahme zum ersten Mal überhaupt ins Finale des Confed Cup einziehen, käme es zu einem schnellen Wiedersehen mit den Chilenen. In der Vorrunde trennten sich beide Teams in einem durchaus hochklassigen Spiel 1:1.

Seitdem gab es für Chile auch gegen Australien ein 1:1 und rein statistisch wird der Erfolg über Portugal ebenfalls als Unentschieden gewertet, sodass für die Mannschaft von Trainer Juan Antonio Pizzi aktuell drei Remis in Serie zu Buche stehen.

Bravo avanciert zum Helden

Die 40.855 Zuschauer, die am Mittwochabend in die Kasan-Arena gekommen waren, bekamen zwar mit der Verlängerung und dem Elfmeterschießen über zwei Stunden Fußball geboten, doch beste Unterhaltung war es nur bedingt, was Portugal und Chile auf den Rasen brachten. Lediglich in kurzen Phasen drückten beide Teams richtig aufs Gaspedal, doch ansonsten dominierten die gut organisierten Defensivreihen das Geschehen, weshalb Torchancen auf beiden Seiten über weite Strecken Mangelware waren.

Richtig turbulent wurde es freilich nochmals in der 119. Minute, als zunächst Arturo Vidal nur die Latte traf und Martin Rodriguez den Abpraller an den Pfosten setzte. Damit war klar, dass die Entscheidung vom Punkt fallen würde. Vidal trat als erstes an und brachte Chile in Führung. In der Folge scheiterten mit Ricardo Quaresma, Joao Moutinho und Nani ausgerechnet drei der erfahrensten Portugiesen am chilenischen Schlussmann Bravo. Weil zwischendurch Charles Aranguiz und Alexis Sanchez verwandeln konnten, war die Partie mit der Parade Bravos gegen Nani beendet.

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