Confed Cup 2017: Portugal im Spiel um Platz 3 ohne Cristiano Ronaldo

Crisitiano Ronaldo
Foto: Fanny Schertzer / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Nach dem unglücklichen Halbfinal-Aus nach Elfmeterschießen gegen Chile muss die portugiesische Nationalmannschaft im Spiel um Platz drei des Confed Cup 2017 auf ihren Superstar verzichten. Cristiano Ronaldo hat Russland bereits verlassen, um seine neugeborenen Zwillinge zu sehen. Der portugiesische Verband FPF zeigte Verständnis für den Wunsch des 32-Jährigen und erteilte die Erlaubnis zur Abreise.

„Da das Ziel, den Confed Cup zu gewinnen, unmöglich geworden ist, verstehen der FPF-Präsident und der Nationaltrainer, dass sie den Athleten freigeben müssen, sodass er endlich seine Kinder kennenlernen kann“, heißt es in einem offiziellen Statement auf der Internetseite des Verbandes.

Ronaldo, der dem FPF diese Geste „nicht vergessen“ will, hat derweil bereits mehrere Fotos mit sich und den beiden Zwillingen Mateo und Eva gepostet.

Während familiär alles im Lot scheint, erwartet den Weltfußballer Ende Juli in Madrid ein Gerichtstermin. Ronaldo muss sich dabei gegen den Vorwurf der Steuerhinterziehung in Höhe von 14,76 Millionen Euro wehren. Im Falle einer Verurteilung droht dem amtierenden spanischen Meister und Gewinner der Champions League im schlimmsten Fall sogar eine Gefängnisstrafe, die Ronaldo mittels seiner Anwälte aber natürlich noch abwenden will. Bislang bestreitet der Portugiese die Vorwürfe.

Doch eine Zukunft bei Real Madrid?

Offen ist derweil auch, wie es sportlich mit Ronaldo weitergeht. Kurz nach dem Gewinn der Champions League durch ein 4:1 mit zwei Ronaldo-Toren gegen Juventus Turin hatte der Angreifer mitgeteilt, Real Madrid verlassen zu wollen. Ein Dementi gab es bis heute weder von Ronaldo noch von dessen Berater Jorge Mendes, doch inzwischen scheint sich die Situation ein wenig beruhigt zu haben.

Es ist jedenfalls keineswegs ausgeschlossen, dass Ronaldo doch bei Real bleibt, zumal Präsident Florentino Perez seinem Star volle Rückendeckung auch im Hinblick auf einen möglichen Steuerprozess zugesichert hat. Und Interessenten wie Paris St. Germain und Manchester United haben bislang offenkundig ihren Hut im Werben um Ronaldo nur eher zögerlich in den Ring geworfen, wohlwissend dass ein Transfer Kosten deutlich in dreistelliger Millionenhöhe verursachen würde.

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