Di Maria: Sampaoli will mich bei Messi haben

Lionel Messi
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Angel di Maria hat in einem Interview mit der spanischen Marca enthüllt, dass er im vergangenen Sommer kurz vor einem Wechsel zum FC Barcelona stand. Im Zuge des Wechsels von Neymar aus Katalonien zu Paris Saint-Germain sollte der Argentinier den umgekehrten Weg antreten und das Team um Lionel Messi verstärken. Auch weil ihm sein Nationaltrainer Jorge Sampaoli dazu riet. Doch dieser Transfer konnte nicht realisiert werden. 

„Ich war kurz davor nach Barcelona zu gehen,“ sagt der fast 30-Jährige und fügt lakonisch an: „Leider gibt es Dinge im Fußball, die das verhinderten.“ Di Maria blieb in Paris und steht nun etwas im Schatten des gefeierten – und immer wieder auch für negative Schlagzeilen sorgenden – Dreizacks im Angriff um Neymar, Edinson Cavani und Kylian Mbappe.

Doch der wuselige Argentinier spielt dennoch eine persönlich starke Saison. In 18 Einsätzen in der Ligue 1 erzielte di Maria sechs Tore und bereitete fünf weitere direkt vor. Anders als in der Liga kommt er in der Champions League allerdings nur als Einwechselspieler zum Zuge (ein Tor, eine Vorlage).

Di Maria: „Uns fehlten nicht die Eier“

Seinen Platz im Kader der argentinischen WM-Auswahl wird der 92-fache Nationalspieler (19 Tore) dennoch sicher haben. Mit den Albiceleste musste di Maria einige herbe Niederlagen einstecken. Nun spricht er über die extremen Reaktionen, die seitens der Öffentlichkeit folgten: „Die Witze und die Internet-Memes, die an die Spieler der Nationalmannschaft gerichtet waren, taten sehr weh. Aber ich hatte Unterstützung von einem Psychologen.“

Er macht noch einmal klar, dass die drei bitteren Finalniederlagen gegen Deutschland bei der WM 2014 (0:1 n.V.), und zweimal in der Copa America jeweils gegen Chile 2015 und 2016 jeweils im Elfmeterschießen nichts mit mangelndem Einsatz oder fehlender Hingabe zu tun gehabt hätten: „Wir erreichten drei Finals, aber wir hatten nicht das Glück auf unserer Seite, nicht weil uns die Eier fehlten.“

 

Nun hat die argentinische Auswahl vielleicht ihre letzte Chance auf einen Weltmeistertitel in der Ära des Lionel Messi. „Bei der WM sind wir auf dem Papier auf einem Level mit Deutschland und Spanien,“ ist sich di Maria sicher. „Aber wir müssen es auf dem Platz beweisen.“

Der Argentinier, der mit Cristiano Ronaldo einst bei Real Madrid zusammenspielte und mit Messi gemeinsam für ihr Heimatland auf dem Platz steht, ist auch ein Experte für die Frage, wer von den beiden denn nun der Beste ist: „Cristiano ist ein exzellenter Spieler, aber in der gleichen Ära wie Messi zu spielen hat es für ihn schwieriger gemacht. Es gibt keine Worte um Leo (Lionel Messi, Anm. d. Red.) zu beschreiben. Er überrascht dich immer. Jedes Jahr ist er der Beste und deswegen will mich Sampaoli (Nationaltrainer Argentiniens, Anm. d. Red.) in seiner Nähe haben,“ blickt die Maria noch einmal auf den geplatzten Wechsel nach Barcelona zurück.