Die Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland
Foto: Александр Вильф / Wikipedia (CC BY 3.0)

Am 2. Oktober 2010 gab der Fussball-Weltverband FIFA offiziell bekannt, dass die Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland stattfinden wird. In der Zeit vom 14. bis zum 15. Juli 2018 werden insgesamt 32 Nationalmannschaften in den elf WM-Austragungsorten gegeneinander antreten um so zu entscheiden, welches Land über die beste Fussball-Mannschaft der Welt verfügt. Für Russland ist die Fussball-Weltmeisterschaft 2018 bereits das zweite Großevent binnen weniger Jahre, denn 2014 war Russland bereits Gastgeber der Olympischen Winterspiele in Sotschi. Zu dem ist es überhaupt das erste mal in der Geschichte der WM, dass eine Endrunde in einem osteuropäischen Land ausgetragen wird. Bemerkenswert ist an dieser Stelle auch die Tatsache, dass Russland rein geografisch betrachtet zum größten Teil in Asien liegt und nur ein kleiner Teil zu Europa gehört.

Kritik an der Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland

Bereits die Vergabe der Fussball-Weltmeisterschaft 2018 verlief alles andere als reibungslos. Neben Russland war England der größte Mitfavorit für den Zuschlag der WM-Endrunde und die Briten zeigten sich nach der verlorenen Wahl bitter enttäuscht. Unmittelbar nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses wurden erste Stimmen laut, dass zahlreiche FIFA-Funktionäre seitens Russland bestochen wurden. Das Thema Korruption bei der FIFA ist kein neues und sorgte in der Vergangenheit immer wieder für zahlreiche Affären.

Knapp vier Jahre später stand und steht das Gastgeberland Russland erneut in der Kritik von Fans, Medien und der Öffentlichkeit. Die Krimkrise und der Krieg in der Ostukraine haben sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene dazu geführt, dass ein möglicher Boykott der WM-Endrunde diskutiert wurde. Vor allem in Deutschland gab es viele Politiker die sich für einen Boykott der WM in Russland aussprachen. Auf Seiten der FIFA wollte man davon jedoch nichts wissen. Der Fußball-Weltverband erklärte, dass man trotz der schwierigen Zeiten nach wie vor an der Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland festhalten würde.

Auch nach dem Skandal rund um Ex-FIFA-Boss Sepp Blatter im Jahr 2015, der wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung für acht Jahre von der Ethikkommission der FIFA gesperrt wurde, gab es erneut zahlreiche Stimmen die von einem WM-Boykott sprachen. Blatter stand wie kein anderer Funktionär bei der FIFA hinter der WM in Russland und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Osteuropäer 2010 den Zuschlag erhielten. Aber auch die Krise überstand Russland und knapp ein Jahr vor dem Turnier glaubt niemand mehr ernsthaft daran, dass die Fussball-Weltmeisterschaft 2018 nicht in Russland stattfinden wird.

Es wird dennoch spannend zu sehen wie sich die Kritik an der Fussball-Weltmeisterschaft 2018 zukünftig weiter entwickelt. 2014 in Brasilien kam es sowohl im Vorfeld des Turniers, aber auch während der WM, zu teilweise gewalttätigen Ausschreitungen. Es bleibt nur zu hoffen, dass uns kommendes Jahr solche Szene in Russland erspart bleiben.

Wie weit kommt die DFB-Auswahl bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2018?

Als amtierender Weltmeister gehört die deutsche Nationalmannschaft zwangsläufig zum engeren Favoritenkreis bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2018. Jogis Jungs möchten nur zu gerne ihren sensationellen Titelgewinn von 2014 in Brasilien wiederholen. Nach dem enttäuschendem Ergebnis bei der Fussball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich gibt es jedoch einige Fans die Zweifel daran haben ob Manuel Neuer & Co. den Titel verteidigen können. Dies ist perse kein einfaches unterfangen, denn mit Brasilien und Italien ist dies bisher nur zwei Mannschaften gelungen.