Falcao: Kolumbiens Superstar fiebert erster WM-Teilnahme entgegen

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Foto: donfiore1 / depositphotos

2010 nicht qualifiziert, 2014 aufgrund einer Verletzung nicht dabei. 2018 soll es nun endlich so weit seit. Falcao, einer der besten Stürmer der Welt der letzten Dekade, feiert dann aller Voraussicht nach sein Debüt auf der größten Bühne, die der Weltfußball zu bieten hat. Und er brennt vor Ehrgeiz, endlich auch bei einer WM seine Torgefahr unter Beweis stellen zu können. 

2014 hätte die WM des Falcao werden können, im Sinne aller Fans des schönen Fußballs sogar werden müssen. Der kolumbianische Stürmer fand sich in seiner ersten Saison bei seinem damals neuen Arbeitgeber AS Monaco hervorragend ein, traf in seinen ersten 15 Spielen für die Monegassen elf Mal. Doch dann der Schock. Der Angreifer verletzte sich schwer am Knie, musste sich am Kreuzband operieren lassen. Folge: WM-Aus für den Kolumbianer auf der Höhe seines Schaffens.

Die kolumbianische Nationalmannschaft zog auch ohne ihren Starstürmer und Führungsspieler bis ins Viertelfinale ein, scheiterte dort aber äußerst knapp mit 1:2 an Brasilien. Es sollte das Turnier eines gewissen James Rodriguez werden. Doch was wäre für die Cafeteros möglich gewesen mit einem fitten Falcao in ihren Reihen? Das fragte sich nicht nur die kolumbianischen Anhänger, sondern die ganze Fußballwelt.

Die Glanzzeit des Stürmers schien in der Folge vorbei zu sein. In den beiden Jahren nach der WM in Brasilien wurde er jeweils nach England verliehen. Zunächst spielte er für Manchester United, dann im Trikot des FC Chelsea. Das Ergebnis war beide Male unterirdisch. Für United gelangen ihm in 29 Einsätzen fünf Treffer, für die Blues in zwölf Spielen sogar nur einer.

Die Wiedergeburt des Falcao in Monaco

Doch dann blieb der mittlerweile 31-Jährige endlich einmal wieder im Fürstentum und sowohl die persönlichen, als auch mannschaftlichen Leistungen explodierten. Der routinierte Angreifer führte ein junges, hungriges Team zur souveränen französischen Meisterschaft (21 Tore) und bis ins Halbfinale der Champions League (5 Tore). Und auch dieses Jahr präsentiert sich Falcao schon wieder torhungrig. In 19 Ligue-1-Partien erzielte er 16 Treffer.

Die Krönung der unglaublich erfolgreichen Karriere des zweimaligen Europa-League-Siegers und -Torschützenkönigs soll nun endlich in diesem Sommer folgen. An der Seite anderer Offensiv-Künstler wie James Rodriguez oder Juan Cuadrado will Falcao nicht nur endlich an einer WM-Endrunde teilnehmen, sondern sein Heimatland auch möglichst weit bringen. An Vorfreude mangelt es dem erfahrenen Stürmer sicherlich nicht: „Ich habe mir so oft vorgestellt, wie ich bei der WM treffe. Ich kann nicht einmal sagen wie oft. Aber es war häufig!“ Gilt es in Russland nur noch den Plan in die Tat umzusetzen.