Mexiko: Chicharito zu Besiktas, Guardado denkt an Titel

WM 2018
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Der Mexikaner Javier Hernandez steht gemäß türkischen Medienberichten unmittelbar vor einem Wechsel zu Besiktas Istanbul. Für den besser als Chicharito bekannten Stürmer soll der aktuell Tabellenvierte der türkischen SüperLig 8,5 Mio. Euro an West Ham United zahlen. Bei den Hammers kam der mexikanische Nationalstürmer unter dem neuen Trainer Moyes lediglich als Joker zum Einsatz. Hinsichtlich der im Sommer anstehenden WM reicht das der kleinen Erbse, so sein Spitzname übersetzt, nicht aus. 

West Ham würde dabei ein erhebliches Transferminus in Kauf nehmen. Denn erst im Sommer eisten die Londoner Chicharito von Bayer Leverkusen los – damals für stolze 18 Mio. Euro. Bei den Hammers erzielte der Stürmer in 18 Einsätzen fünf Tore. Seit aber David Moyes das Ruder bei West Ham United übernommen hat ist Chicharito nur noch Einwechselspieler.

Für mehr Einsatzzeiten will der Mexikaner also noch diesen Winter nach nur einem halben Jahr bei den Hammers erneut wechseln. Es soll ihn in die Türkei zu Besiktas Istanbul ziehen. Der Meister der Vorsaison liegt momentan nur auf Rang vier, sechs Punkte hinter der Spitze. Nun haben sie auch noch ihren Top-Angreifer Cenk Tosun für 22 Mio. Euro an Everton verloren. Ein hochwertiger Ersatz tut also Not. Und das Chicharito ein Klasse-Stürmer ist, der immer für Tore gut ist, dürfte vor allem Fans von Bayer Leverkusen noch gut in Erinnerung sein (39 Tore in 76 Spielen für die Werkself).

Routinier Guardado: Übersteht Mexiko das Viertelfinale, ist es unaufhaltbar!

Und diese Klasse will Chicharito auch bei der WM in Russland beweisen. Sein Mannschaftskamerad Andres Guardado baut sicher auch auf ihn wenn er verkündet: „Wir sind überzeugt, wenn wir die fünfte Partie (also das Viertelfinale, Anm. d. Red.) überstehen, hält uns niemand mehr auf.“ Kommt die mexikanische Mannschaft erst einmal ins Rollen, schöpfen sie daraus weitere Kräfte, ist sich der defensive Mittelfeldspieler von Betis Sevilla sicher.

„Wir sind 14 oder 15 Spieler, die in Europa sind, und spielen regelmäßig gegen die Besten der Welt. Und wir sehen keinen großen Unterschied,“ erläutert Guardado. Ob es wirklich keinen Qualitätsunterschied zu den Titelfavoriten gibt, wird man schon in der Gruppenphase sehen. Da trifft Mexiko nämlich nicht nur auf etwa ähnlich starke Teams wie Schweden und Südkorea, sondern auch auf Titelverteidiger Deutschland.