Russland erhöht Budget für die WM 2018 um 300 Millionen Euro

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Foto: donfiore1 / depositphotos

Die russische Regierung erhöht übereinstimmenden Medienberichten zu Folge das Budget für die Fussball-WM 2018 rund 300 Millionen Euro. Es ist bereits die zweite Budget-Erhöhungen binnen weniger Monate. Damit steigen die Vorbereitungskosten für die WM 2018 von ca 9,83 Milliarden Euro auf insgesamt etwa 10,14 Milliarden Euro.

Eine Fussball-Weltmeisterschaft ist alles andere als eine „günstige Angelegenheit“, dies hat auch WM-Gastgeber Russland in den vergangenen Jahren mehrfach zu spüren bekommen. Knapp 10 Milliarden Euro wird Russland für die WM 2018 in die Hand nehmen müssen um das Turnier auszutragen. Durch die anhaltende Wirtschaftskrise in dem Land, wurde das Budget für die WM-Endrunde in den vergangenen Jahren kontinuierlich gekürzt. Ende 2015 beschloss Russland die Ausgaben um 500 Millionen Euro zu verringern, doch mittlerweile gibt es wieder Budget-Erhöhungen.

Im September 2016 hatte die russische Regierung zuletzt das WM-Budget um 25 Millionen Euro erhöht und steht laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax unmittelbar die nächste Erhöhung an. Demnach beabsichtigt Russland eine Erhöhung um weitere 300 Millionen Euro, damit würden die Gesamtkosten von ca 9,83 Milliarden Euro auf insgesamt etwa 10,14 Milliarden Euro steigen. Mehr als die Hälfte davon werden durch den russischen gedeckt, ein Drittel wird durch private Investitionen finanziert. Der restliche Anteil kommt aus den Kommunalhaushalten der elf WM-Spielorte.

Knapp 100 Millionen werden in den Ausbau der Sicherheitsinfrastruktur fließen. Darüber hinaus fließen weitere rd. 80 Millionen Euro in die Erweiterung des Stadionperipherie. So entstehen in Kaliningrad, Jekaterinburg, Wolgograd, Nischnij Nowgorod, Samara, Saransk und Rostow am Doni in erster Linie neue Trainingsplätze für die WM 2018.

Ob diese Erweiterung des WM-Budgets tatsächlich ausreichen wird ist fraglich. Experten schätzen die Gesamtkosten für Stadien, Infrastruktur und Logistik eher auf 30 Milliarden Euro, deutlich mehr als die von Russland offiziell angegeben rd. 10 Milliarden Euro.

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