Tunesien optimistisch: Achtelfinale als Ziel bei WM

WM 2018 Russland
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Zwölf Jahre sind vergangen, seit Tunesien zuletzt an einer WM teilnahm. Doch trotz – oder gerade wegen – der langen Durststrecke reisen die „Adler von Karthago“ hungrig und voller Zuversicht nach Russland. In einem Interview mit FIFA.com ruft Offensiv-Spieler Wahbi Khazri das Erreichen des Achtelfinals als Ziel aus.

Tunesien ist neben Senegal, Nigeria und Ägypten der vierte Vertreter des afrikanischen Kontinents bei der WM in Russland. Doch die drei anderen Teams können verstärkt auf international bekannte Einzelspieler setzen. Bei Ägypten sticht Mohamed Salah heraus, Afrikas Fußballer des Jahres. Der Zweitplatzierte dieser Wahl, Sadio Mane, läuft zusammen mit Kalidou Koulibaly, Keita Balde und einer Vielzahl weiterer Europa-Legionäre für den Senegal auf. Und Gernot Rohr, der deutsche Nationaltrainer Nigerias, kann auf Chelseas Victor Moses, sowie das Leicester-Trio Ndidi, Musa und Iheanacho bauen.

Tunesien fehlen solche herausragenden Einzelspieler. Wahbi Khazri, momentan von Sunderland an Stade Rennes verliehen, sieht dies aber keineswegs als Nachteil. „Wir haben eine großartige Generation von Spielern“, ist sich Khazri sicher: „Jeder spielt für das Team, und das betrifft nicht nur die elf Spieler auf dem Feld. Wir haben 23 oder 24 Spieler, die bereit sind, alles zu geben. Der Trainer glaubt an uns. Das gibt uns die Energie, die wir brauchen, um bei der WM erfolgreich zu sein.“

Khazri zuversichtlich: Tunesien kann bei WM weit kommen

Für den offensiven Mittelfeldmann, der in dieser Saison in elf Einsätzen bereits sechs Treffer in der Ligue 1 erzielte, liegt der Schlüssel zum Erfolg in einer guten Vorbereitung: „Wir werden versuchen, unsere Schwächen anzugreifen und unsere Stärken auszubauen, so dass wir zu 100 Prozent bereit sind. Wir sind voller Zuversicht, denn wir haben in der Qualifikation zum Afrika-Cup Mannschaften wie DR Kongo und Ägypten geschlagen. Deshalb denke ich, Tunesien kann bei der WM weit kommen.“

Doch bereits in der Gruppenphase warten mit England und Belgien zwei sehr harte Brocken auf die Nordafrikaner. Gegen WM-Neuling Panama könnte es im letzten Gruppenspiel bereits nur noch um den dritten Platz gehen. Dennoch lässt sich Khazri seine Vorfreude auf das Turnier nicht nehmen: „Unser erstes Ziel ist das Überstehen der Gruppenphase. Wenn das geschafft ist, können wir anfangen zu träumen.“ Und warum sollten Träume nicht auch einmal wahr werden können?