Gastgeber: Brasilien
Teilnehmerzahl: 32
Gewinner: Deutschland
Finalist: Argentinien
Torschützenkönig: James Rodriguez (Kolumbien, 6 Treffer)

Brasilien bei der WM im eigenen Land gedemütigt

Deutsche Nationalmannschaft
Foto: Danilo Borges / Wikipedia (CC BY 3.0)

Die 20. Fußballweltmeisterschaft fand im Jahr 2014 zum zweiten Mal nach 1950 in Brasilien statt. Zwischen dem 12. Juni und dem 13. Juli 2014 begegneten sich 32 Teams und trugen in 64 Spielen ihren Weltmeister aus.

Die Vorrunde in der Übersicht

Als größte Überraschung der Vorrunde bei der WM 2014 darf gelten, dass Titelverteidiger Spanien bereits nach der Gruppenphase seine Koffer Richtung Heimat packen musste. Gleich im ersten Vorrundenspiel gegen die Niederlande setzte es eine heftige 1-zu-5-Niederlage. Von diesem Schock konnte sich das iberische Team nicht mehr erholen und am Ende nicht mehr den Sprung ins Achtelfinale schaffen. Dieses Schicksal widerfuhr bei den vergangenen Weltmeisterschaften jedoch auch den Teams aus Italien und Frankreich.
Ebenfalls überraschend war, dass Italien und England in ihrer Vorrundengruppe mit Costa Rica und Uruguay gleichermaßen die Segel streichen mussten. Während es für Italien nur für Platz 3 in der Gruppe reichte, belegte England sogar nur den letzten Platz.
Die deutsche Mannschaft konnte sich am Ende recht deutlich in ihrer Gruppe mit den USA, Portugal und Ghana als Gruppensieger durchsetzen.

Die K.o.-Runde im Überblick

Die großen Überraschungen blieben im Achtelfinale aus, sodass sich alle Favoriten letztlich durchsetzen konnten. Die deutsche Nationalmannschaft hatte jedoch große Mühe mit den kampfstarken Spielern aus Algerien, sodass am Ende ein knapper 2-zu-1-Sieg nach Verlängerung zu Buche stand.

Ebenso viel Mühe hatte die deutsche Nationalelf mit der französischen Auswahl. Nach einem Kopfballtreffer von Verteidiger Mats Hummels und einigen Glanztaten von Torwart Manuel Neuer konnte sich die DFB-Elf am Ende knapp mit 1 zu 0 durchsetzen und ihre Tickets fürs Halbfinale buchen.

Man hat es noch Monate nach der WM 2014 in Brasilien gehört und gelesen und man wird es wohl auch noch in 20 oder 30 Jahren immer einmal wieder zu lesen bekommen: Der Sieg der deutschen Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien ist schon heute ein legendäres Spiel. Bis heute können es sowohl die brasilianischen als auch die deutschen Fans nicht fassen, dass die deutsche Nationalelf Brasilien im Halbfinale im eigenen Land mit 7 zu 1 schlagen konnte. Die deutsche Nationalmannschaft konnte sich nach diesem fulminanten Erfolg natürlich mit entsprechend breiter Brust auf das WM-Finale freuen.

Die Mannschaft aus Argentinien tat sich mit ihren Gegner aus den Niederlanden im zweiten Halbfinale deutlich schwerer. Erst nach einem dramatischen Elfmeterschießen standen die Südamerikaner als Gegner der deutschen Nationalmannschaft für das Finale fest.

Das Finale: Zum dritten Mal Deutschlang gegen Argentinien

Zum insgesamt dritten Mal nach 1986 und 1990 trafen bei der WM 2014 Deutschland und Argentinien in einem WM-Finale aufeinander.

Das Spiel war von Anfang an von großem gegenseitigem Respekt voreinander gekennzeichnet. Große Torchancen blieben bis zur Verlängerung entsprechend Mangelware. In der Verlängerung konnte Mario Götze den vielumjubelten Treffer zum 1 zu 0 für die deutsche Elf erzielen. Deutschland war damit zum vierten Mal Weltmeister.

Bis heute sind Fußballfans auf der ganzen Welt Bilder des aufopferungsvoll kämpfenden Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft, Bastian Schweinsteiger, vor Augen, der sein Team zum WM-Sieg führte und bis heute dadurch als kleiner Nationalheld verehrt wird.

Weder die argentinischen Fans noch den Spieler selbst dürfte es angesichts der knappen Finalniederlage übermäßig gefreut haben, dass Lionel Messi zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde. Viel größer dürfte die Freude hingegen bei Manuel Neuer ausgefallen sein, der zum besten Torhüter der Fußball-Weltmeisterschaft gewählt wurde.