WM 2018: FIFA bestätigt Todesfälle auf WM-Baustelle in Russland

WM 2018: WM-Baustelle in Russland
Foto: Ailura / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

WM-Gastgeber Russland und der Fußball-Weltverband FIFA geraten zum wiederholten Mal in die Kritik von Fans und Medien. Wie vergangene Woche öffentlich bekannt wurde, waren Zwangsarbeiter aus Nordkorea auf russischen WM-Baustellen im Einsatz. Zudem bestätigte FIFA-Präsident Gianni Infantino, dass es auf WM-Baustelle zu tödlichen Unfällen gekommen sei.

Die Kritik an der bevorstehenden WM 2018 in Russland nimmt kein Ende. Auch wenn es in den vergangenen Wochen und Monaten ein wenig „ruhiger geworden“ war, sorgt ein aktueller Bericht des norwegischen Magazins „Josimar“ unter dem Titel „Die Sklaven von St. Petersburg“ für ordentliches Aufsehen.

Journalisten hatte vergangene Woche darüber berichtet, dass mindestens 110 Nordkoreaner auf der Baustelle des WM-Stadions in St. Petersburg zum Einsatz gekommen waren. Wie bereits im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi wurden vor allem die Arbeitsbedingungen kritisiert. Demnach mussten die Arbeiter in überfüllten Containern schlafen, ihre Reisedokumente wurden beschlagnahmt und ein Teil ihres Lohnes ging an die nordkoreanische Regierung.

Infantino räumt Fehler ein und bestätigt Todesfälle auf WM-Baustelle

Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino äußerte sich mittlerweile zu der aktuellen Berichterstattung auf den russischen WM-Baustellen und räumte dabei ein, dass bei Inspektionen im September und November 2016 Verstösse gegen Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften identifiziert wurden. Zudem bestätigte Infantino, dass es in der Vergangenheit auf WM-Baustellen zu Todesfällen gekommen sein. Konkret auf den Fall in St. Petersburg mit den nordkoreanischen Arbeitern wollte dieser jedoch nicht eingehen: „Die FIFA ist sich bewusst und verurteilt die häufig himmeltraurigen Bedingungen, unter welchen nordkoreanische Arbeiter rund um den Globus angestellt werden.“

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