Yerry Mina: Kolumbiens Defensivjuwel wechselt nach Barcelona

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Der kolumbianische Innenverteidiger Yerry Mina wechselt vom brasilianischen Klub Palmeiras zum FC Barcelona. Die Ablöse beträgt 11,8 Mio. Euro. Damit stellen sich die Katalanen breiter in der zentralen Verteidigung auf.

Durch diesen Transfer geben die Verantwortlichen des katalonischen Spitzenvereins ein weiteres Zeichen, dass die Zeit von Javier Mascherano in Barcelona abläuft. Es wird erwartet, dass der argentinische Routinier in den nächsten Tagen zum chinesischen Klub Hebei China Fortune wechselt. Mit der Verpflichtung Minas haben die Verantwortlichen bereits im Vorfeld die Lücke geschlossen, die Mascherano in der Innenverteidigung hinterlassen wird.

Welches große Potenzial Yerry Mina besitzt, offenbart sich schon beim Blick auf seinen neuen Vertrag in Barcelona. Dieser läuft bis zum 30.6.2023 und beinhaltet eine festgeschriebene Ablösesumme von 100 Mio. Euro. Würde ein anderer Verein diese Klausel ziehen, wäre Mina der teuerste Verteidiger aller Zeiten. Doch nun liegt seine Gegenwart erst einmal in Barcelona.

Die Katalanen dürfen sich vor allem auf die enorme physische Präsenz des Neuzugangs freuen. Denn die körperliche Stärke ist in der traditionell kleinen, technisch versierten Mannschaft des LaLiga-Tabellenführers ein seltenes und damit umso wertvolleres Gut. Mit einer Körpergröße von 1,95 Meter ist Mina auch vor dem gegnerischen Tor nach Ecken oder Freistößen eine gefährliche Waffe. Dennoch weiß der Kolumbianer auch auf dem Boden zu überzeugen. Yerry Mina besticht mit Schnelligkeit und verfügt über ausreichend Technik und Passgenauigkeit, um das Spiel eröffnen zu können.

Mit seinen 23 Jahren steht der Verteidiger noch am Anfang seiner Entwicklung und könnte nun bei seiner ersten Station in Europa explodieren. Vor allem dürfte Mina besonders vom Zusammenspiel mit seinem neuen Nebenmann Gerard Pique profitieren. Denn von diesem erfahrenen Weltklasseverteidiger kann der ab und an etwas ungestüme Kolumbianer gerade in Sachen Taktik und Zweikampfführung einiges lernen.

Kolumbiens WM-Bollwerk um Mina und Sanchez?

Schafft es Mina sich beim FC Barcelona zu etablieren und kommt auf ausreichend Spielanteile, geht der 9-malige Nationalspieler als ganz heißer Kandidat ins Rennen um einen Stammplatz in der kolumbianischen WM-Mannschaft. Doch seine ärgsten Konkurrenten auf der Innenverteidigerposition sind namenhaft: der junge Davinson Sanchez und der erfahrene Cristian Zapata. Gemeinsam mit dem im Sommer für 40 Mio. Euro nach Tottenham gewechselten Sanchez könnte Mina eines der talentiertesten Innenverteidigerpärchen der WM bilden.