7:1 gegen Monaco: PSG macht Titel mit Zauberfußball klar

WM 2018 Nachrichten
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Die Vorzeichen vor dem Duell zwischen den beiden neuen Instanzen des französischen Fußballs waren klar: gewinnt der Erste Paris gegen den Zweiten Monaco sind die Hauptstädter Meister. Und noch beeindruckender hätte die PSG-Show nicht ausfallen können. Mit schnellem Kombinationsfußball und zauberhaften Toren zerlegten die Pariser die monegassische Defensive. Ohne den noch verletzten Neymar, ohne den nach Krankheit nur auf der Bank sitzenden Mbappe. Und ohne Stimmung von den Rängen, da die PSG-Ultras einen Boykott ausgerufen hatten.  

Wenn Paris sogar ohne seine beiden Superstars den ärgsten Konkurrenten dominiert, zeigt sich, wie weit sie über dem Rest der Liga thronen. Über Edinson Cavani, der mit einem wuchtigen Kopfball ebenfalls traf, oder Angel di Maria, der nicht nur in Abwesenheit Neymars dieses Jahr zu alter Stärke fand und gegen Monaco zwei Tore beisteuerte, wurden genug Loblieder gesungen. Zeit sich also drei Profis zu widmen, die seltener Komplimente abgreifen: Julian Draxler, Giovani Lo Celso und Yuri Berchiche.

Julian Draxler: Oftmals bezog der deutsche Nationalspieler in den letzten Monaten Prügel in der Berichterstattung. Es wirkte als sei seine Zeit in Paris mit der Neymar-Verpflichtung zu Saisonbeginn bereits schon wieder abgelaufen. Doch gegen Monaco zeigte Draxler, dass er am linken Flügel einfach am stärksten und eben kein zentraler Mittelfeldspieler ist. In viele Kombinationen eingebunden, mit klugen Spielverlagerungen und dem Treffer zum 7:1-Endstand. So hat Draxler auch Joachim Löw etwas anzubieten.

Yuri Berchiche: Immer wieder gut funktionierte das Zusammenspiel Draxlers vor allem mit Yuri Berchiche, dem offensiv extrem umtriebigen Linksverteidiger PSGs. Mit viel Tempo zog er ein ums andere Mal an Draxler vorbei und wurde von ihm Richtung Grundlinie geschickt. Dass auch mit den Flanken des 28-Jährigen Spaniers durchaus etwas anzufangen ist, bewies das Tor zum 2:0. Scharfe Flanke Berchiche, punktgenau auf Cavanis Schädel, wuchtiger Kopfball, unhaltbares Tor.

Der zweite Anzug von PSG sitzt auch in der Zentrale

Giovani Lo Celso: Durch den Ausfall Marco Verrattis stand auch einmal mehr der junge Argentinier Giovani Lo Celso als Spieler in der Startelf fest. Dem alternden Thiago Motta, der am Saisonende seine Fußballschuhe an den Nagel hängen und die U19 von PSG übernehmen wird, lief der 22-Jährige komplett den Rang ab. Und gegen Monaco klappte es auch einmal wieder mit Toren. Der defensiv eingestellte, kampf- und laufstarke Gaucho verdreifachte durch seinen Doppelpack gegen die Monegassen seine Torausbeute in dieser Saison. Für die argentinische Nationalmannschaft wäre der viele Löcher stopfende viermalige Nationalspieler dennoch eine überlegenswerte Kaderergänzung.