Alexei Smertin ist neuer Anti-Rassismus-Beauftragter für die WM 2018

WM 2018 Nachrichten
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Der russische Fußballverband möchte proaktiv die anhaltenden Rassismusproblemen in Russland angehen. Wie der RFS vergangene Woche bekannt gab, wurde Ex-Nationalspieler Alexei Smertin zum Anti-Rassismus-Beauftragten für die bevorstehende WM 2018 benannt.

In den vergangenen Monaten (aber auch Jahren) gab es leider immer wieder rassistische Vorfälle in Russlands Fußball-Stadien. Mit Blick auf die bevorstehende WM 2018 möchte der russische Fußballverband RFS diese Probleme nur aktiv angehen und sich damit tiefer und intensiver beschäftigen. Aus diesem Grund hat der RFS vergangene Woche den Ex-Nationalspieler Alexei Smertin zum neuen Anti-Rassismus-Beauftragten berufen. Im Rahmen einer Pressemitteilung zu seiner Benennung äußerte er sich wie folgt zu seinem neuen Engagement: „Ich werde mein Bestes geben, um in der Fußballgeschichte meines Landes keinen Platz für Rassismus und Diskriminierung zu lassen.“

Der ehemalige Mittelfeldspieler hat von 1998 bis 2006 insgesamt 55-mal das Tirkot der Sbornaja getragen und spielte unter anderem auch für den FC Chelsea. Der RFS und Smertin haben angekündigt bis zum 15. März ein Anti-Rassismus-Programm beim Weltverband FIFA einzureichen.

Bei vielen Experten und Russland-Kritikern stößt die Berufung von Smertin auf Unverständnis. Hintergrund sind Äußerungen von Smertin aus dem Jahre 2015, in denen er bestritt, dass es in Russland ein Rassismusproblem geben würde. Im Interview mit dem BBC äußerte er sich wie folgt dazu: „Es gibt keinen Rassismus in Russland, weil er nicht existiert. Rassismus in Russland ist wie Mode. Er kommt von außen, aus verschiedenen Ländern.“

Es wird interessant zu beobachten ob sich bei Benennung eines Anti-Rassismus-Beauftragten für die WM 2018 um eine nachhaltige Initiative des RFS handelt oder nur um eine kurzfristig angelegte Imagekampagne zur Fußball-Weltmeisterschaft.