Algeriens Trainer Madjer versteht Mahrez’ Transfer-Theater

WM 2018 Nachrichten
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Riyad Mahrez reiht sich in die unrühmliche Liste der Ousmane Dembeles, Pierre-Emerick Aubameyangs und Lamine Sanes. Seit sich der Last-Minute-Wechsel am letzten Tag der Winter-Transferperiode zu Manchester City zerschlagen hat, fehlte der Algerier bereits viermal unentschuldigt beim Training. Nun äußerst der algerische Nationaltrainer Rabah Madjer sein Verständnis für seinen Schützling. Auch wenn er ihn dazu aufruft, die Situation zu bereinigen. 

68 Mio. Euro soll Manchester City am letzten Tag der zurückliegenden Transferperiode für Mahrez geboten haben. Die Skyblues wollten mit der Verpflichtung des Algeriers auf die Verletzung von Leroy Sane reagieren. Davor war bereits spekuliert worden, dass der FC Liverpool die Lücke, die Philippe Coutinhos Wechsel nach Barcelona im Kader hinterlassen hat, mit dem 26-Jährigen Dribbler schließen könnten. Außerdem soll der AS Rom mit drei Angeboten für Mahrez bei Leicester abgeblitzt sein.

Frustriert über die neuerlich geplatzten Wechsel boykottiert Mahrez seither das Training der Foxes. Bereits in den vorherigen Transferperioden forcierte der Algerier einen Wechsel. Verständnis dafür äußert nun dessen Nationaltrainer Rahab Madjer: “Mahrez verdient derzeit einen besseren Klub als Leicester. Wenngleich wir nicht vergessen dürfen, dass es Leicester war, das ihn auf den richtigen Weg geführt hat.”

Mit Leicester City feierte der Rechtsaußen 2016 die überraschendste Meisterschaft der Premier League-Geschichte. Neben Jamie Vardy war Mahrez für die spektakulären Momente in der Offensive zuständig und wurde zu Englands Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Er war eines der Gesichter des Fußballmärchens der Foxes. Doch von diesem Märchen ist nicht mehr viel übrig.

WM ohne Mahrez: Algerien krachend in Quali gescheitert

Nationalcoach Madjer hofft auf eine baldige Entspannung zwischen Mahrez und Leicester, für die er in dieser Saison einmal mehr starke Leistungen (acht Tore, acht Vorlagen) zeigt. “Ich denke, dass ein ernsthaftes Gespräch mit der Klubführung notwendig ist. Er möchte zu einem größeren Klub in der englischen Liga. […] Ich rate ihm, das Training wieder aufzunehmen und hart zu arbeiten. Auch wenn der Transfer nicht vonstattengegangen ist.”

Und nicht nur im Klub, auch auf Nationalmannschafts-Ebene läuft es alles andere als rosig für Riyad Mahrez. Mit Algerien scheiterte er deutlich in der Qualifikation für die WM in Russland. In einer Gruppe mit Nigeria, Sambia und Kamerun belegten die Wüstenfüchse den letzten Platz mit nur einem einzigen Sieg.