Alisson oder Courtois – wer wird Real Madrids neue Nummer 1?

Brasilien
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Die Gerüchteküche brodelt bei Real Madrid immer. Angesichts dieser schwachen Saison, in der die Königlichen in der Liga zehn Spieltage vor Schluss 15 Punkte hinter dem großen Konkurrenten FC Barcelona und sieben hinter Lokalrivalen Atletico liegen, wird der Transfersommer nur umso heißer werden. Für den Sturm werden die Besten der Besten gehandelt: Neymar, Harry Kane oder Robert Lewandowski. Und dass im nächsten Jahr noch Keylor Navas zwischen den Pfosten steht, gilt nahezu als ausgeschlossen. 

Doch wer wird den Costa-Ricaner, der sich durch seine herausragende WM 2014 in Brasilien in den Fokus von Real Madrid brachte, beerben? Lange galt Chelsea Schlussmann Thibaut Courtois als großer Favorit auf den Platz zwischen den Pfosten im Estadio Santiago Bernabeu in der kommenden Saison. Doch mit Blick auf seinen Vertrag bis 2019 in London sagt der belgische Schlussmann: „Ich denke nicht, dass jetzt der richtige Moment dafür ist [über Transfers zu sprechen, Anm. d. Red.]. Alles, was ich sagen kann ist, dass ich mich diesem Klub verpflichtet habe und das auch für die nächste Saison.“

So rückt ein anderer in den Fokus: AS Rom-Keeper Alisson Becker, der das Real-Interesse als „Massage fürs Ego“ bezeichnet. „Ich bin sehr froh, so wahrgenommen zu werden. Das heißt, dass ich meinen Job gut mache und gesehen werde. Das ist besonders dann so, wenn es um Real Madrid geht.“

Allison steht auch bei Selecao-Coach Tite hoch im Kurs

So positiv wahrgenommen wird Alisson nicht nur von den Real-Verantwortlichen, sondern auch von seinem Nationaltrainer Tite. Der nominierte ihn zunächst als einzigen Keeper für seinen 15-köpfigen Kernkader. Und auch bei den Länderspielen gegen WM-Gastgeber Russland und Deutschland Ende März wird er dabei sein.

Doch billig würde der brasilianische Schlussmann für Real sicherlich nicht werden. 80 Mio. Euro ruft der AS Rom für seinen Keeper auf. Was zuletzt das Interesse des FC Liverpool enorm abkühlen ließ. Doch der gigantische Preis hat natürlich auch seine Gründe. Überragend agiert der 25-Jährige in dieser Saison für die Roma. Gerade in den letzten Wochen rettete er seinem Team den Champions League Viertelfinal-Einzug gegen Shakhtar Donetsk. Und auch in der Serie A hexte er zauberhafte Paraden aus dem Hut. Unter anderem ließ er den FC Turin (3:0) und den SSC Neapel (4:2) verzweifeln. Diese Klubs wären über einen Transfer zu Real Madrid in LaLiga auf jeden Fall schon mal erleichtert.