Argentiniens Icardi im Sommer zu Real?

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Der Corriere dello Sport berichtet, dass Mauro Icardi im Sommer von Inter Mailand zu Real Madrid wechseln wird. Möglich macht dies eine Ausstiegsklausel im Vertrag des argentinischen Angreifers. In der Rückrunde gilt es für Inters Nummer 9 weiterhin Tore am Fließband zu schießen. Denn trotz spektakulärer Statistiken kommt er in der argentinischen Nationalmannschaft bislang noch nicht wie gewünscht zum Zug. 

110 Mio. Euro beträgt ab 1. Juli der Preis, den Interessenten für Mauro Icardi auf den Tisch legen müssen. Denn in seinem Vertrag ist eine Ausstiegsklausel in eben dieser Höhe verankert. Und laut dem italienischen Corriere dello Sport ist Real Madrid bereit, diesen Preis zu bezahlen.

Denn die Madrilenen benötigen dringend mehr Durchschlagskraft in der vordersten Reihe. Die Starstürmer der Blancos Karim Benzema (zwei Tore in zwölf Einsätzen) und Cristiano Ronaldo (vier in 14) kommen in der spanischen Liga zusammen auf kümmerliche sechs Treffer. Insgesamt hat Real Madrid nach 18 Spielen erst 32 Tore auf dem Konto – 20 weniger als Barcelona (bei einer Partie mehr). Der Erzfeind aus Katalonien ist dem Hauptstadtklub bereits 19 Punkte enteilt.

Damit sich dieses Horrorszenario in der kommenden Saison nicht fortsetzt, bastelt Real scheinbar jetzt schon am Kader. Icardi soll für mehr Torgefahr sorgen und den in die Jahre gekommenen Angriff (Benzema ist 30, Ronaldo 32) verjüngen. Dass der 24-jährige Argentinier das Zeug zum Leistungsträger in Madrid hat, zeigen seine Torstatistiken der letzten Jahre in Mailand.

Icardi: In Argentinien trotz Mega-Statistiken nicht gesetzt

22, 16, 24 – so viele Tore erzielte Mauro Icardi in den letzten drei Saisons allein in der Serie A. Auch in diesem Jahr steht Inters Kapitän bereits schon wieder bei 18 Treffern in 20 Ligaspielen. Ohne Icardi (insgesamt 98 Tore in 168 Spielen für die Nerazurri) ist Inter Mailand nicht mehr denkbar. Und dennoch könnte es ab dem Sommer Realität werden.

Denn um sich für die argentinische Nationalmannschaft aufzudrängen braucht Icardi Einsätze in der Champions League. Trotz konstant herausragender Leistungen und scheinbar unendlichem Potenzial bringt es Icardi gerade einmal auf vier Länderspiele für Argentinien.

Die Konkurrenzsituation in der argentinischen Offensive ist weltweit einzigartig. Messi, di Maria, Dybala, Higuain oder Aguero heißen nur einige von Icardis Mitstreitern um einen Stammplatz in Argentiniens Angriff. Um sich da durchzusetzen bracht Icardi große Spiele und Titel – die bekommt er in Madrid eher als in Mailand. Für die anstehende WM muss sich der Mittelstürmer Inter Mailands aber noch allein über die Serie A empfehlen.