Aubameyang, Giroud, Batshuayi: spektakulärer Dreifach-Wechsel

WM 2018
Foto: Agência Brasil / Wikipedia (CC BY 3.0 BR)

Ein komplizierter Domino-Wechsel scheint nun tatsächlich abgeschlossen. Der unwürdige Abgang von Pierre-Emerick Aubameyang, der Dortmund Richtung Arsenal London verlässt, ist in trockenen Tüchern. Für ihn räumt Olivier Giroud seinen Platz bei den Gunners. Der Franzose bleibt aber in London und schließt sich dem FC Chelsea an. Und von den Blues kommt wiederum ein neuer Stürmer zum BVB. Michy Batshuayi soll die Aubameyang-Lücke in Dortmund zumindest in der Rückrunde schließen. 

Der Triple-Wechsel bewegt insgesamt 86,5 Mio. Euro zwischen den beiden Londoner Klubs und dem BVB hin und her. Arsenal überweist für Aubameyang 64,5 Mio. Euro nach Dortmund. Die Gunners erhalten aber von ihrem Londoner Stadtrivalen Chelsea wiederum stattliche 20,5 Mio. Euro für den 31-jährigen Giroud. Und die Borussia aus Dortmund lässt sich die halbjährige Leihe von Batshuyai 1,5 Mio. Euro, die nach Chelsea überwiesen werden, kosten. Dieser Transfer ist aber dem Vernehmen nach noch nicht zu 100% fix, da beide Vereine noch über eine mögliche Kaufoption im Sommer verhandeln.

Wer ist dieser Mann mit dem komplizierten Nachnamen, der die Aubameyang-Lücke in Schwarz-Gelb schließen soll? Michy Batshuayi wurde vom FC Chelsea im Sommer 2016 von Olympique Marseille für 39 Mio. Euro verpflichtet. Trotz dieser Ablöse wurde er in London zumeist nur als Einwechselspieler oder in den eher ungeliebten Cup-Wettbewerben eingesetzt. Seine Statistik von 19 Treffer in 53 Einsätzen liest sich dafür mehr als ordentlich.

Batshuayi und Giroud kämpfen um WM-Ticket

Nun hofft der 24-jährige Belgier aller Voraussicht nach bei Borussia Dortmund in der Restrückrunde auf deutlich gestiegene Einsatzzeiten. Denn der 13-malige Nationalspieler hat sein WM-Ticket noch nicht sicher. Seine Konkurrenz in der belgischen Offensive ist prominent. Der Mann aus Brüssel muss sich für einen Kaderplatz und dann für Spielzeit in Russland unter anderem gegen Romelu Lukaku, Dries Mertens oder den Wolfsburger Divock Origi durchsetzen. Nationaltrainer Roberto Martinez hat die Qual der Wahl im Angriff.

Die hat auch sein französischer Kollege Didier Deschamps. Ob ihm Olivier Giroud die Entscheidung noch schwerer machen kann, hängt auch davon ab, wie oft und stark sich der bullige Strafraumstürmer im Trikot der Blues präsentieren kann. An Stammstürmer Morata dürfte er nicht vorbeikommen. Bleibt die Rolle des Ersatzmanns. Mit dieser Rolle dürfte sich Giroud auch bei der WM in Russland zufrieden geben. Schließlich tümmeln sich im französischen Angriff mit Griezmann, Mbappe, Martial, Bayern Münchens Coman oder seinem Ex-Arsenal-Kollegen Lacazette Stürmer von Weltformat im französischen Kader. Ein Platz im Kader und Jokereinsätze wären für Routinier Giroud da sicherlich schon ein persönlicher Erfolg.