Aus dem Schatten von Morata und Costa: Rodrigo dreht auf

WM 2018
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Die Zukunft des Rodrigo Moreno Morales schien strahlend. Denn er galt in der Reserve von Real Madrid als eines der größten Talente für die Königlichen. Aber dort konnte er sich nie wirklich duchsetzen. So nahm seine Karriere einige Umwege. Heute ist er aber der unwahrscheinliche Goalgetter des FC Valencia, der spanischen Überraschungsmannschaft in dieser Saison. Wie die Fledermäuse musste auch Rodrigo harte Jahre überstehen, bis er nun endlich wieder jubeln darf. Und so sogar in den Fokus Julen Lopeteguis, des Nationaltrainers der Seleccion, gerückt ist. 

Diego Costa verpasste beim FC Chelsea aufgrund von Unstimmigkeiten mit Trainer Conte die komplette Hinrunde beim FC Chelsea und blüht nun erst langsam wieder bei Atletico Madrid auf. Alvaro Morata hat im Jahr 2018 noch kein einziges Premier League Tor für die Blues erzielt. So richtet sich der Fokus der spanischen Fans und Experten immer mehr auf Rodrigo, der momentan die beste Zeit seiner Karriere durchlebt.

Der in Rio de Janeiro geborene, aber für Spanien auflaufende Stürmer trägt großen Anteil an Valencias Rückkehr in die Spitze der spanischen Liga. Zwölf Tore und sieben Vorlagen trug er bereits zu Valencias aktueller Champions League Platzierung bei.

Rodrigo wittert seine Chance: Ziel ist WM mit Spanien

Gemeinsam mit seinem Cousin Thiago, der für den FC Bayern nach längerer Verletzungspause auch an diesem Wochenende gegen den HSV wieder etwas Spielpraxis sammelte, könnte Rodrigo bei der WM in Russland für die spanische Seleccion auflaufen.

Drei Länderspiele hat Rodrigo bislang für die A-Nationalmannschaft Spaniens absolviert. Gegen Albanien gelang ihm in der WM-Qualifikation sein erstes Länderspieltor. Und beim jüngsten Testspiel gegen Russland stand Rodrigo zum ersten Mal über die vollen neunzig Minuten für die spanische Nationalmannschaft auf dem Feld. Dank seiner aktuellen Form von drei Toren in den letzten zwei Spielen in LaLiga darf sich der Spätentwickler also alle Hoffnungen auf eine Nominierung und den ein oder anderen Einsatz bei der WM-Endrunde in Russland machen.