Australien hat einen Neuen: van Marwijk wird Nationaltrainer

WM 2018
Foto: Agência Brasil / Wikipedia (CC BY 3.0 BR)

Der ehemalige Coach von Borussia Dortmund und dem Hamburger SV, Bert van Marwijk, ist neuer Trainer der australischen Fußballnationalmannschaft. Das teilte der Verband am heutigen Donnerstag mit. Damit ist auch klar, dass der Niederländer die “Socceroos” bei der WM im kommenden Sommer in Russland betreuen wird. Van Marwijk hat sich bei Dienstantritt gleich angriffslustig gegeben.

“Wir fahren nicht nach Russland, um nur dabei zu sein. Ich möchte unsere Spiele gewinnen”, so der ehemalige Bundesliga-Trainer. Neben dem Favoriten Frankreich, spielt Australien in einer recht ausgeglichen bestückten Gruppe gegen Peru und Dänemark. “Das ist großartig für den australischen Fußball. Bert van Marwijk verkörpert Weltklasse”, so der Verbandschef Steven Lowy. Den größten Erfolg hatte der 65-Jährige 2010 gefeiert, als er mit den Niederlanden bis ins Finale der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika eingezogen war und nur knapp nach Verlängerung gegen Spanien verlor.

Van Marwijk hätte bei der kommenden WM auch auf der Bank des Teams von Saudi-Arabien sitzen können, schließlich hatte er sich zuvor mit der Mannschaft für das Turnier qualifiziert (Australien war Gegner in der Qualifikation). Doch der Vertrag des Niederländers war nach erfolgter Qualifikation ausgelaufen. Er konnte sich schließlich mit dem saudischen Fußballverband nicht auf eine Verlängerung einigen.

Das australische Team hatte sich in den Play-Offs zur WM gegen Honduras durchgesetzt. Anschließend trat Coach Ange Postecoglou von seinem Posten zurück. Er hatte das Team seit 2013 betreut und war damals der Nachfolger des Deutschen Holger Osieck. Ob van Marwijk eine Dauerlösung ist oder nur für die Zeit bis nach der WM verpflichtet wurde, ist noch unklar. Der Verband teilte mit, dass eine Entscheidung bereits in naher Zukunft fallen solle.

Bevor Bert van Marwijk im Jahr 2008 erstmals Nationaltrainer wurde und sein Heimatland zur WM 2010 führte, saß er unter anderem bei Fortuna Sittard, Feyenoord Rotterdam und Borussia Dortmund auf der Bank. Als Trainer des Hamburger SV hielt er nicht mal ein halbes Jahr durch (September 2013 bis Februar 2014), bevor er entlassen wurde.