Australien mit Ausrufezeichen – Kolumbien torlos gegen Ägypten

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Weiter geht’s mit den Testspielen der WM-Teilnehmer. Schließlich drängt die Zeit. Einerseits zum Start der WM in weniger als zwei Wochen am 14. Juni mit der Partie Russland gegen Saudi-Arabien. Doch bereits in zwei Tagen steht schon der erste Stichtag an. Dann nämlich müssen die Nationaltrainer ihre endgültigen Kader an die FIFA melden. So nutzten die Nationaltrainer von Ägypten, Kolumbien, Tunesien, Südkorea und Australien den gestrigen Freitag, um sich in internationalen Testspielen einen genaueren Überblick über den aktuellen Stand ihrer Mannschaft zu verschafffen. Mit wahrlich unterschiedlichen Ergebnissen. 

Ägypten – Kolumbien 0:0

Nach zuletzt enttäuschenden Testspielergebnissen wie dem 0:1 gegen Griechenland oder dem 1:1 gegen Kuwait ließ die ägyptische Nationalmannschaft nun einen Aufwärtstrend erkennen. Zwar gelang ihnen beim 0:0 gegen die favorisierten Kolumbianer kein eigenes Tor. Allerdings verwiesen sie auch die Offensivstars der Südamerikaner in ihre Schranken. Ägyptens Superstar Mohamed Salah fehlte weiter. Doch die WM soll mittlerweile gesichert sein. Zum zweiten Spiel in der Gruppenphase soll der Mann vom FC Liverpool einsteigen können und somit nur die Partie gegen Uruguay verpassen. Aufseiten der Kolumbianer standen die großen Einzelkönner auf dem Platz. James Rodriguez vom FC Bayern kam über die linke, Juan Cuadrado von Juventus Turin über die rechte Flanke. Zentral stürmte Falcao. Trotz dieser starbesetzten Offensive wollte den Kolumbianern allerdings kein Tor gegen Ägypten gelingen.

Türkei – Tunesien 2:2

2:2 scheint das neue Lieblingsergebnis für die tunesische Nationalmannschaft zu werden. Schon von Europameister Portugal trennten sich die Tunesier vor wenigen Tagen mit diesem unentschiedenen Resultat. Und auch gegen die nicht für die WM qualifizierte Türkei setzte es ein 2:2. Cenk Tosun brachte die Türken zunächst vom Elfmeterpunkt aus in Front. Doch diese Führung konterte Badri, der schon gegen Portugal traf, schnell. Cenk Tosun wurde dann vom Helden zum Schurken. Für eine grobe Unsportlichkeit sah der Angreifer glatt Rot. Tunesien nutzte die Überzahl zunächst für die Führung durch Sassi. Doch in der Nachspielzeit der Partie konnte der Freiburger Innenverteidiger Caglar Söyüncü, der in der Startformation der Türkei stand, noch den Ausgleich erzielen.

Rückschlag für Südkorea – Australien mit Ausrufezeichen

Südkorea – Bosnien-Herzegowina 1:3

Einen Dämpfer in der Vorbereitung auf die WM musste die südkoreanische Nationalmannschaft hinnehmen. Gegen Bosnien-Herzegowina setzte es eine 1:3-Niederlage. Somit ist die Euphorie nach dem 2:0 gegen Honduras wieder etwas gedämpft. Bosnien startete mit zwei Ex-Bundesligisten in Person von Muhamed Besic (ehemals HSV, heute Everton) und ihrem Kapitän Edin Dzeko (Ex-Wolfsburg, jetzt AS Rom). Zum Mann des Abends avancierte aber Edin Visca. Der Rechtsaußen von der türkischen Mannschaft Basaksehir erzielte alle drei Tore für Bosnien. Nur nach dem ersten Treffer konnte Südkorea noch in Person von Jae Seong Lee kontern. Danach erwies sich Bosnien als zu stark für die Mannen aus Fernost.

Tschechien – Australien 0:4

Ein Ausrufezeichen im Vorfeld setzte Australien. Die Mannschaft aus Down Under gilt in der stark besetzten Gruppe C mit Frankreich, Peru und Dänemark als Außenseiter. Doch gegen Tschechien ließ das Team des erfahrenen niederländischen Trainers Bert van Marwijk aufhorchen. Bei Australien fanden sich zwei Bundesliga-Legionäre in der Startformation wieder: Robbie Kruse vom VfL Bochum und Hertha BSCs Matthew Leckie. Und das erste Tor von Australien resultierte auch aus einem Zusammenspiel dieser beiden. Kruse bereitete vor, Leckie vollstreckte. Nach der Pause erhöhte der Berliner mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 3:0, nachdem zuvor auch Mittelstürmer Andrew Nabbout getroffen hatte. Den Entstande besorgte der Tscheche Jakub Jubas mit einem Eigentor zehn Minuten vor Schluss. Die herbe Niederlage konnte auch Vladimir Darida, Teamkollege von Matchwinner Leckie bei Hertha BSC und in der Startelf Tschechiens vertreten, nicht verhindern.