Bailey Wright für Australlien: Vom Bankdrücker zum Hoffnungsträger

WM 2018 Russland
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2014 als unbeschriebenes Blatt zur WM, dort dann aber nur auf der Bank geschmort. 2018 als 19-facher Nationalspieler und Säule des aufstrebenden englischen Zweitligisten Bristol City zur WM. Und dort? Der australische Innenverteidiger Bailey Wright hat sich für das Turnier in Russland ehrgeizige persönliche Ziele gesetzt. Diese werden vor allem aus seiner Erfahrung von Brasilien 2014 gespeist, an einer WM teilgenommen zu haben, aber eben nicht aktiv auf dem Platz, sondern nur in der Back-Up-Rolle.

Der Verein des australischen Innen- oder Rechtsverteidigers Bristol City hat in diesem Jahr mächtig auf sich aufmerksam gemacht. Denn der momentan im Mittelfeld der Tabelle der englischen zweiten Liga rangierende Klub brachte es im English League Cup bis ins Halbfinale und verlangte dort dem turmhohen Favoriten Manchester City alles ab. Mit 1:2 und 2:3 gingen zwar beide Spiele gegen die Mannen von Pep Guardiola verloren, doch Bristol lieferte ihnen einen so niemals erwarteten heißen Fight. Mit dabei war zweimal über 90 Minuten der Kapitän von Bristol: Bailey Wright.

Und diesen Status als Stammspieler möchte der 25-Jährige auch bei der WM in Russland haben. Für sein Heimatland Australien war er schon 2014 in Brasilien mit bei einer WM. Australien verlor alle drei Gruppenspiele gegen Chile, die Niederlande und Spanien. Und Bailey stand dabei keine einzige Minute auf dem Platz. Beides soll sich in Russland nicht wiederholen. “Ich will bei einer WM spielen und gewinnen,” formuliert Wright seine Ziele deutlich. “Die Absicht ist, fit zu bleiben und bereit zu bleiben und Teil des Kaders zu sein, der nach Russland fährt.”

Wright zieht Motivation aus Erfahrungen von der WM 2014

Kraft und Motivation spendet dem Hünen dabei die Erfahrung, die er bei der WM in Brasilien sammelte. Einerseits die positive, bei einer WM als Teil des Kaders vor Ort gewesen zu sein. Andererseits aber auch die negative, nicht aktiv am Geschehen teilnehmen dürfen zu haben, sondern als Ersatzspieler nur von draußen zuzuschauen. “Die Erfahrungen einer WM kann man nicht wirklich in Worte fassen,” meint Wright. “Nach dem Vorgeschmack, den ich in Brasilien erhalten habe, möchte ich nun einen Schritt weiter gehen.”

Und dazu sieht er sich bestens in der Lage. “Ich schaue jetzt zurück und sehe, wie sehr ich mich seither auf Klub- und Nationalmannschafts-Niveau weiterentwickelt habe,” zeigt sich der australische Verteidiger zufrieden mit seinem Werdegang. “Ich fühle mich heute viel besser vorbereitet auf eine WM als damals. Meine Erfahrungen aus Brasilien und aus der Qualifikation verschafft mir hoffentlich eine gute Ausgangsposition.”