Bei Volland platzt der Knoten wieder – bester deutscher Bundesliga-Torschütze

Deutschland in der WM-Qualifikation 2018
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Der Kampf um einen Kaderplatz im deutschen Sturm schien sich lange um das Duell Sandro Wagner gegen Mario Gomez zu drehen. Der Kampf zweier klassischer Strafraumstürmer um vielleicht nur einen Kaderplatz im deutschen WM-Aufgebot. Doch neben den beiden kämpfen auch noch einige Stürmer mit anderer, agilerer Spielanlage um ihre Chance, für Deutschland an der Weltmeisterschaft im Sommer in Russland teilzunehmen. Ordentlich Argumente sammelte am Wochenende Bayer Leverkusens Kevin Volland. 

Denn mit seinem lupenreinen Hattrick gegen Eintracht Frankfurt, schoss Volland Leverkusen wieder klar auf Champions League Kurs. Es war das zweite 4:1 gegen einen direkten Konkurrenten um einen Startplatz in der Königsklasse in Folge. Auch beim Triumph über Leipzig in selber Höhe steuerte der 25-Jährige einen Treffer bei. Dank den Treffern des Stürmers rückt Leverkusen nach nur einem Punkt aus den Partien gegen Köln und Augsburg wieder auf Platz Vier vor.

Es waren die ersten Tore Vollands seit dem 1:3 zum Rückrundenauftakte gegen den FC Bayern München. Dazwischen lag eine zehn Spieltage andauernde Durststrecke des kleinen, aber körperlich robusten Angreifers. Mit neun Treffern in der Vorrunde hatte er sich in den Spekulationen um den deutschen WM-Kader in eine gute Position gebracht. Doch in der Rückrunde tauchte er durch seine maue Ausbeute kaum noch auf. Das dürfte sich durch die vier Treffer in den letzten beiden wichtigen Partien wieder geändert haben.

Volland bester deutscher Torschütze in der Bundesliga

Denn durch die seine wiedererlangte Treffsicherheit hat sich Volland mit nunmehr 14 Saisontreffern nicht nur auf Platz zwei der Bundesliga-Torjägerliste hinter Robert Lewandowski (27!) geschoben. Auch zum treffsichersten deutschen Angreifer in der Bundesliga hat sich der Leverkusener wieder aufgeschwungen. Er liegt in dieser Wertung vor Nils Petersen. Der Freiburger weist 13 Saisontore auf. Es folgen Nicklas Füllkrug und Mark Uth mit jeweils zwölf Treffern sowie Sandro Wagner (11), Timo Werner (11) und Serge Gnabry (9).

Desweiteren werden auch noch Max Kruse (6 Saisontore) Außenseiterchancen im Kampf um einen Platz in der deutschen Offensive zugestanden. Lars Stindl war bei den zurückliegenden Testspielen gegen Spanien und Brasilien Teil des deutschen Aufgebotes. Und das trotz seiner schwachen Torausbeute von lediglich fünf Treffern in diesem Jahr.