Belgiens Marouane Fellaini flirtet mit China-Transfer

WM 2018
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Sommerzeit ist auch immer Zeit der großen Veränderungen in den Kader der Fußballklubs. Auch wenn die WM bereits ihre Schatten vorauswirft, Transfergerüchte geistern dennoch zuhauf durch die Gazetten. Einer der begehrtesten Profis in diesem Sommer: Marouane Fellaini. Denn der routinierte Belgier könnte ablösefrei zu haben sein. Bei Manchester United endet sein Kontrakt Ende Juni, danach muss für ‚Big Mo‘ keine Ablöse mehr berappt werden. Und der Profi selbst steht einem Wechsel offen gegenüber. Sogar in die sportlich zweitklassige Chinese Super League.

Denn Fellaini trägt die Vertragsverhandlungen in die Öffentlichkeit. „Ich hätte kein Problem mit dem Leben in China,“ ließ er das belgische Magazin Sport wissen. Damit ist auch klar: Will Manchester United den groß gewachsenen defensiven Mittelfeldspieler mit der markanten Wuschelfrisur halten, wird das nicht ganz billig. Laut dem Spieler gibt es „mehrere Klubs, die Interesse zeigen.“ Ob darunter auch Klubs aus dem Reich der Mitte sind, ist noch unklar. Zuletzt wurde auch über ein mögliches Interesse von ManUniteds Erzrivalen Liverpool am belgischen Nationalspieler spekuliert. Der könnte bei den Reds den ebenfalls ablösefrei abwandernden Emre Can ersetzen.

„Ich bin jetzt 30 Jahre alt,“ lässt Fellaini durchblicken, dass es sich nun um seinen letzten großen Vertrag handeln wird. „Der Klub hat meinen Vertrag im letzten Jahr nicht verlängert. Jetzt bin ich in einer starken Position, besonders seit Mourinho gesagt hat, dass er mich behalten will,“ weiß der Profi um seine gute Verhandlungsposition. In zu ersetzen wäre nicht einfach – und schon gar nicht günstig. „Letztes Jahr ging ich zum Trainer und sagte, dass ich einen neuen Vertrag möchte. Dann hatte ich ein zweites Meeting, aber ich werde nicht zehnmal fragen. Der Klub weiß, dass da was falsch läuft.“

Fellaini will bei der WM Fortschritt der Belgier ermöglichen

Neben den Gedanken, die sich Fellaini über seinen nächsten Vertrag macht, hat er auch schon die kommende WM in Russland im Kopf. Seines Platzes im belgischen Kader ist sich der 80-fache Nationalspieler gewiss. „Wenn ich keine körperlichen Probleme habe, werde ich zur WM fahren.“ Und dort soll endlich einmal mehr herausspringen, als ein Viertelfinale. Sowohl bei der WM 2014, als auch der EM 2016 scheiterten die Roten Teufel in der Runde der letzten Acht. Nun sei es an der Zeit „einen Schritt nach vorne zu machen“, also, „das Halbfinale zu erreichen,“ gibt Fellaini als Ziel aus. Dies hält er auch durchaus für realistisch. „Wir haben die Qualität und die Erfahrung dafür. Jetzt müssen wir vor allem eine gute Mentalität zeigen.“