Benjamin Pavard: Papa macht ihn immer besser

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Er ist einer der Senkrechtstarter der Saison: Benjamin Pavard (21) vom VfB Stuttgart. Der Franzose hat sogar noch keine einzige Pflichtspiel-Sekunde verpasst. Nun hat er verraten, dass sein Vater einen nicht unerheblichen Anteil an seiner Leistungsexplosion hat.

Der Abwehrspieler liefert Woche für Woche Top-Leistungen ab, immer fit, immer fokussiert. Im Interview mit der “BILD” sagt Pavard, dass er viel Wert auf eine ausgewogene Ernährung lege. Dennoch sieht sein Erfolgsrezept wohl anders aus. Es ist Benjamin Pavards Papa!

“Mein Vater hat mit 17 Jahren in der dritten Liga gespielt. Den endgültigen Sprung aber nicht geschafft. Auch, weil ihm seine Eltern nicht so helfen konnten, wie er mir jetzt.” Benjamins Papa Frederic reist zu jedem VfB-Heimspiel an, um die Leistungen seines Sohnes aus nächster Nähe zu begutachten. Sein Wohnort Maubeuge liegt immerhin gut 500 Kilometer von Stuttgart entfernt. “Er kritisiert mich immer. Aber im positiven Sinne. Er macht mich nicht fertig, sondern will mich nach vorne bringen. Das hilft mir sehr”, so Pavard in der “BILD”.

Benjamin Pavards Vater ist heute Lagerist und passionierter Lehrmeister seines Sohnes. Er soll schon immer gewusst haben, dass er das Zeug zum Topspieler habe. “Ich musste aber schon ler­nen, kon­stant gut zu spie­len, leich­te Feh­ler zu ver­mei­den, den Au­ßen­rist halt auch mal wegzu­las­sen, wenn er nicht an­ge­bracht ist”, so Benjamin.

Pavard ist mittlerweile mehr als nur Leistungsträger beim VfB Stuttgart. Im November 2017 absolvierte er gegen Wales und Deutschland seine ersten Länderspiele und darf nun sogar von der Weltmeisterschaft in Russland träumen. Auch das Interesse von europäischen Topklubs wächst. Pavard möchte langfristig “Titel gewinnen”. Das dürfte mit dem VfB erstmal schwierig werden. “Das Hauptaugenmerk liegt jetzt darauf, dass wir drin bleiben. Im Sommer wird man dann weitersehen”, so Pavard. Ein klares Bekenntnis sieht anders aus. Dabei hat der Franzose seinen Vertrag im Dezember erst bis 2021 verlängert.

Benjamin Pavard glaubt an den Klassenerhalt. Zuversichtlich stimmt ihn die Arbeit mit dem neuen Trainer Tayfun Korkut: “Man merkt ihm seine Er­fah­rung an. Wir haben schon viel im tak­ti­schen Be­reich ge­macht. Bis­her läuft es super! Wir las­sen wenig zu, haben sie­ben von neun mög­li­chen Punk­ten ge­holt.” Dennoch: “Es kann auch schnell wie­der in die an­de­re Rich­tung gehen. Wir haben noch elf Fi­nals.”

Am Samstag geht es gegen Eintracht Frankfurt. Natürlich wird auch Papa Frederic wieder auf der Tribüne sitzen und den Sohne analysieren.