Breel Embolo bekundet Loyalität zu Schalke

WM 2018
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Dieses Wochenende steht im Zeichen des Revierderbys FC Schalke 04 gegen Borussia Dortmund. Bei den Königsblauen könnte morgen Nachmittag ein Youngster mitwirken, der von vielen voreilig schon als Fehleinkauf abgestempelt wurde: Breel Embolo. Im Winter haben bereits erste Interessenten die Möglichkeit abgeklopft, den Schweizer Nationalstürmer von S04 loszueisen. Doch Embolo zeigte sich loyal seinem Arbeitgeber gegenüber, der vor eineinhalb Jahren die interne Rekordablöse von 21,5 Mio. Euro in den heute 21-Jährigen investierte. 

„Im Winter kamen ein paar Anfragen. Es ist klar, wenn ein junger Spieler nicht spielt, dass dann Klubs aufmerksam werden. Ich habe immer mit Manager Christian Heidel geredet,“ betont Embolo den engen Kontakt zu Schalkes Manager. „Für mich war klar, als ich mich im Winter gut gefühlt habe und mich auf dem richtigen Weg gesehen habe, dass es nur einen Plan A mit Schalke 04 gibt. Christian Heidel hat auch immer betont, mich nicht verkaufen zu wollen.“ In dieser Saison kommt Embolo auf 20 Einsätze in der Bundesliga, zumeist als Joker. Dabei gelangen ihm zwei Tore und drei Vorlagen.

Natürlich erwarten sich alle Beteiligten, nicht zuletzt Breel Embolo selbst, mehr von dem hochveranlagten Stürmer. Doch seine Zeit in Königsblau begann denkbar unglücklich. Bei einer harten Grätsche des damaligen Augsburger Konstantinos Stafylidis brach sich Embolo das Wadenbein und zog sich außerdem Verletzungen am Sprunggelenk zu. Erst in der Sommerpause vor dieser Saison konnte er sich wieder an den Kader herankämpfen.

Der positive und vertrauensvolle Umgang der Schalker Verantwortlichen ließ Embolo aber „[k]ein einziges Mal“ daran zweifeln, dass er beim richtigen Klub ist. „Ich habe mit Schalke einen familiären Verein gefunden, in dem Fußball gelebt wird. Schalke ist ein großer Verein. Ich war verletzt und hatte so viel Unterstützung, wurde gezielt und behutsam herangeführt. Hier bei Schalke steht auch der Mensch im Vordergrund, nicht nur der Fußballer. Das ist manchmal sogar noch wichtiger, weil man dadurch großes Vertrauen aufbaut.“

Embolo: Saisonendspurt in Königsblau, WM im Schweizer Rot-Weiß

Schon vor seinem Wechsel vom FC Basel nach Schalke sollen Bundesliga-Klubs auf den körperlich robusten Teenager aufmerksam geworden sein. Darunter auch Schalkes schwarz-gelber Lokalrivale und Gegner am Sonntag. „Sagen wir mal so: Es gab einige Interessenten aus der Bundesliga. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht den Eindruck, dass ich für die Bundesliga bereit bin. Ich wollte noch in Basel bleiben, dort auch meine Lehre beenden. Und grundsätzlich bin ich der Meinung, dass mir die Farbe königsblau gut steht.“

Diese Farben wird Embolo im morgigen Derby einmal mehr stolz vertreten, bevor er nach der Saison ins rote Trikot der Schweizer Nati wechselt. Mit den Eidgenossen, für die dem Jungprofi in der letzten Länderspielpause ein Tor bei der 6:0-Gala gegen Panama gelang, trifft Embolo in der WM-Vorrunde auf Brasilien, Serbien und Costa Rica.