Bryan Oviedo will im zweiten Anlauf seine WM-Teilnahme

WM 2018
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Sensationell marschierte Costa Rica bei der WM 2014 in Brasilien bis ins Viertelfinale. Für einen muss dies besonders bitter-süß gewesen sein: Bryan Oviedo. Natürlich hat der costaricanische Profi seinem Nationalteam die Daumen gedrückt und mit ihm gezittert. Doch eigentlich hätte Oviedo selbst Teil dieses Teams sein sollen. Doch wenige Monate vor der WM brach er sich das Bein. Der Traum von der Weltmeisterschaft war ausgeträumt. Vorerst. Denn nun – vier Jahre später – soll er endlich Realität werden.

Das Verpassen der WM 2014 hinterließ tiefe Narben bei Bryan Oviedo. Noch immer denkt er an seinen leider nicht nur sprichwörtlichen Beinbruch. „Es war ein sehr schlimmer Moment,“ rekapituliert Oviedo. „Ich erinnere mich daran, dass meine Mutter ab und zu weinte. Für meine Familie ist es, glaube ich, noch trauriger als für mich. Ich weiß, dass der Fußball immer weiter geht. Aber manchmal denkt die Familie nicht daran,“ erläutert der Profi die Tragweite so einer Verletzung. „Ich glaube, man muss immer nach vorne blicken, auf sich Acht geben, alles gut erledigen. Das ist die einzige Konstante – der Fußball hört nie auf. Du musst weiter machen,“ zeigt sich der Costaricaner positiv. „Dennoch war es traurig nicht bei der WM zu sein. Es ist nicht wichtig, ob ich gespielt hätte oder nicht, sondern einfach Teil eines Teams zu sein, dass in der costaricanischen Geschichte in Erinnerung bleiben wird.“

Oviedo will zur WM – und für eine Überraschung sorgen

Nun ist der Linksverteidiger, der in der WM-Qualifikation Costa Ricas eine tragende Rolle übernommen hatte, erst einmal glücklich fit durch die Saison gekommen zu sein. Auch wenn sie für sein Team, den AFC Sunderland mit dem Abstieg in die englische Drittklassigkeit alles andere als gut endete. Diese negative Erfahrung gilt es für Bryan Oviedo nun in neue Energie für seine Nationalmannschaft zu kanalisieren. Denn in Russland warten harte Aufgaben auf ihn und seine Mitspieler in der Vorrunde.

„Wir wissen, dass jede Gruppe hart ist bei einer WM, denn es sind nur die besten Mannschaften der Welt dabei,“ will Oviedo der Auslosung nicht zu viel Bedeutung beimessen. Doch in einer Gruppe mit Titelfavorit Brasilien, der Schweiz und Serbien bleibt den Mittelamerikanern nur die Außenseiterrolle. Doch Aufgeben gilt für Oviedo nicht. „Wir wissen, dass wir, gegen wen wir auch spielen, bereit sein müssen. 2014 haben wir gegen England, Italien und Uruguay gespielt. Wir waren das kleinste Land. Und wir sind als Erster der Gruppe ins Achtelfinale eingezogen,“ erinnert der tragische Ausfall der letzten WM an Costa Ricas enormen Coup. Als noch krasserer Außenseiter.