Carlos Bacca: Trotz großer Konkurrenz zuversichtlich zur WM zu fahren

WM2018
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Kolumbien verfügt generell über einen starken Kader, in allen Mannschaftsteilen. Das Prunkstück der Cafeteros ist aber zweifelsohne die Offensive. Dort hat Nationaltrainer die Qual der Wahl. Eine Option lautet Carlos Bacca. Und der Routinier, der mittlerweile für den FC Villareal die Fußballschuhe schnürt, ist erfreut über die Konkurrenzsituation auf hohem Niveau. Auch wenn diese dazu führen könnte, dass er nicht seine zweite WM-Teilnahme feiert. Der 31-Jährige ist aber davon überzeugt, Teil des kolumbianischen Aufgebots für Russland zu sein. 

„Wenn es einen Wettkampf [um die Kaderplätze] gibt ist das schön und gut für die Nationalmannschaft,“ ordnet Bacca die Situation mit vielen gefährlichen Angreifern, aus denen Coach Jose Pekerman wählen kann, ein. „Ich hatte immer das Vertrauen des Trainerteams. Ich hatte es als ich außer Form war. Und jetzt, da ich in guter Form bin, habe ich ihr Vertrauen weiterhin,“ blickt Bacca auf seine starken Saison bei Villareal zurück. Sein Erfolgsrezept: „Ich vertraue auf Got und arbeite dafür [zur WM zu fahren].“

Womit Bacca recht hat: seine Form ist momentan herausragend. Es scheint als würde er mit der noch unsicheren Aussicht auf einen Kaderplatz in der kolumbianischen WM-Delegation auf die bestmögliche Art reagieren. Nämlich mit starken Statements auf dem Rasen. In den letzten vier Spielen erzielte der 31-Jährige sechs Treffer für die Gelben U-Boote. Insgesamt steht er in dieser Spielzeit bei 15 Toren und fünf Vorlagen.

Carlos Bacca: WM mit Kolumbien – und dann?

Der Mittelstürmer setzt darauf, dass er mit seinen Leistungen schon genug auf sich aufmerksam macht und verzichtet auf Kampfansagen an die Konkurrenz. Stattdessen zeigt er sich überzeugt, dass das Trainerteam schon die richtigen Entscheidungen treffen wird. „Der Coach kenn uns alle. Er weiß was jeder einzelne Spieler ihm geben kann. Es ist ein langer Prozess und ich hoffe wir können eine großartige WM spielen,“ fokussiert Bacca lieber den Erfolg der Mannschaft.

2014 war der 43-fache Nationalspieler bei Kolumbiens bis dato größtem Erfolg bei einer Weltmeisterschaft dabei. Die Cafeteros scheiterten in Brasilien erst im Viertelfinale am Gastgeber. Diesmal soll und kann es für die Cafeteros noch weiter gehen – mit Carlos Bacca. Jose Pekerman hat aber im Angriff auch einige andere Optionen wie zum Beispiel Radamel Falcao, Duvan Zapata, Luis Muriel, Miguel Borja oder Teo Gutierrez.

Und nach der WM? Bacca ist momentan vom AC Mailand an Villareal ausgeliehen. Die Gelben U-Boote verfügen über eine Kaufoption über 15,5 Mio. Euro für den 31-Jährigen. Viel Geld für einen Spieler in diesem Alter. Andererseits scheint Bacca in der spanischen LaLiga immer zu funktionieren. Einst schaffte er in Sevilla den großen Durchbruch und mauserte sich zu einem der gefährlichsten Angreifer Europas. In der Serie A traf er für Milan ebenfalls regelmäßig, fühlte sich aber nicht gut eingebunden. „Ich habe in der schlechtesten Mailänder Mannschaft der Geschichte gespielt,“ rekapituliert Bacca seine Zeit in der Modemetropole. Ein Bewerbungsschreiben für eine Rückkehr liest sich sicherlich anders.