Clasico der Superstars: Messi, CR7, Suarez und Bale treffen

Lionel Messi
Foto: Олег Дубина / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Zum 271. hat es am Sonntagabend den Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid zu bestaunen gegeben. Es war das erwartete Weltklasse-Spiel mit zahlreichen Superstars in Topform, die sich schon mal für die WM in Russland warm schossen. Am Ende hieß es 2:2. Real bangt nun aber ausgerechnet um Cristiano Ronaldo.

Beide Teams boten ihre Top-Elf auf. Überraschend startete der Waliser Gareth Bale bei Real Madrid, der zuletzt meist als Joker zum Einsatz kam. Wie erwartet verzichtete Real vor dem Anpfiff auf ein für den Meister übliches Spalier.

Der FC Barcelona begann mit viel Schwung und belohnte sich mit der frühen Führung. Luis Suarez verwandelte eine Flanke von Sergi Roberto sehenswert. Real reagierte aggressiv und schlug sofort zurück. Toni Kroos setzte sich im Zweikampf gegen Busquets durch und bediente Benzema mit einer butterweichen Flanke. Der Franzose fand Cristiano Ronaldo, der aus wenigen Metern keine Mühe hatte, zum 1:1 einzunetzen. Er wurde jedoch von Piqué am rechten Sprunggelenk getroffen und humpelte fortan kurz. Er konnte jedoch zunächst weiterspielen.

Real riss nach dem Ausgleich das Heft des Handelns an sich. Vor allem Weltmeister Kroos leitete immer wieder Chancen für die „Königlichen“ ein. Gleich drei Mal war Ronaldo in gefährlicher Position, konnte aber nicht mehr treffen. Auch Marc-André ter Stegen im Tor von Barcelona war einmal klärend zur Stelle. Kurz vor der Halbzeit wurden die Zweikämpfe bissiger und die Gangart deutlich härter. Einige gelbe Karten wurden verteilt. Lionel Messi ging Sergio Ramos an der Außenlinie an. Barcelonas Rechtsverteidiger Sergi Roberto sah nach einem Schlag gegen Marcelo die rote Karte. Barca absolvierte also die komplette zweite Hälfte in Unterzahl.

Ronaldo blieb verletzt in der Kabine – Barca kann Clasico nicht entscheiden

Zu Beginn der zweiten Hälfte fehlte auch Cristiano Ronaldo. Trainer Zidane hatte den 33-Jährigen vorsichtshalber ausgewechselt. „Es sieht im Moment nicht gut aus, aber ich glaube, es ist nichts Schlimmes“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Ob das Champions-League-Finale gegen den FC Liverpool in Gefahr sein könnte, konnte noch nicht beantwortet werden.

Barcelona kam deutlich verbessert aus der Kabine. Messi tanzte Ramos und Casemiro unnachahmlich aus und verwandelte mit links ins kurze Eck zur 2:1-Führung im Clasico. Allerdings ging dem Tor ein klares Foul von Suarez gegen Varane voraus, das der Schiedsrichter übersah. In der 58. Minute wurde Barcelona-Legende Andre Iniesta zu Standing Ovations der Zuschauer ausgewechselt. Der FC Barcelona spielte in der Folge weiter überlegen, ließ jedoch die Vorentscheidung liegen. Real Madrid fehlte es ohne Ronaldo an Durchschlagskraft. Ein 3:1 durch Lionel Messi wurde zu Unrecht wegen Abseits zurück gepfiffen.

Doch Real Madrid sollte man nie abschreiben – besonders im Clasico. Plötzlich sah Asensio eine Lücke. Bale sprintete von rechts heran, wurde bedient und hämmerte das Spielgerät aus rund 16 Metern zum Ausgleich ins Tor. Nun hatten die Madrilenen Blut geleckt und wollten mehr. Doch eine letzte Drangphase blieb ohne Erfolg. Dennoch hatte Barcelona nochmal großes Glück. Marcelo wurde im Strafraum von Jordi Alba regelwidrig gelegt. Es gab jedoch keinen Elfmeter. Es sollte beim 2:2 bleiben.