Confed Cup 2017: Doppeltriumph im Visier – DFB verlängert mit Stefan Kuntz

Deutschland
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Zwei Tage nach dem 1:0-Sieg der deutschen U21 im Finale der Europameisterschaft in Polen gegen die hochfavorisierte Auswahl Spaniens will es die A-Nationalelf des Weltmeisters dem Nachwuchs gleichtun und den Confederations Cup gewinnen. Auch die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw ist im Endspiel gegen Chile nicht unbedingt der Favorit, will aber die zweifellos dennoch vorhandene Chance auf den Titel unbedingt nutzen. Derweil laufen beim DFB hinter den Kulissen schon die Planungen für die Zukunft.

In der Stunde des Triumphs bei der U21-EM machte DFB-Präsident Reinhard Grindel gegenüber dem „Kicker“ keinen Hehl daraus, dass Trainer Stefan Kuntz seine vor einem Jahr als Nachfolger von Horst Hrubesch begonnene und bislang sehr erfolgreiche Arbeit fortsetzen soll: „Ich habe ihm schon damals deutlich gemacht, dass wir zufrieden sind und die Arbeit fortsetzen wollen. Das hat sich durch den Titel nicht verändert – im Gegenteil. Mit der Zustimmung des Präsidiums werden wir bis 2020 verlängern.“

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Kuntz selbst hat sich dazu noch nicht geäußert, doch alles andere als die Bereitschaft des ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönigs, als Trainer der U21 weiterzumachen und die nächste Generation nicht nur zur Titelverteidigung im Jahr 2019, sondern auch zu den Olympischen Spielen im Jahr 2020 in Tokio zu führen, wäre eine Überraschung.

Ein überragender Teamgeist

Obwohl gleich acht noch für die U21 spielberechtigte Akteure mit dem A-Kader zum Confed Cup 2017 gereist sind und überdies mit Kevin Akpoguma und Jonathan Tah die Stamminnenverteidigung der Qualifikation verletzungsbedingt passen musste, ist es Kuntz gelungen, eine starke Mannschaft zu formen, die vor allem auch ihr exzellenter Teamgeist ausgezeichnet hat.

Letzterer war auch im Finale gegen eine individuell überragend besetzte Mannschaft Spaniens ein wesentlicher Faktor, wie nicht zuletzt auch das Statement von Siegtorschütze Mitchell Weiser, dessen Kopfballtreffer letztlich zum 1:0-Sieg reichte, deutlich machte: „Es war ein unglaubliches Spiel von uns heute. Ich habe noch nie erlebt, dass eine Mannschaft so kämpfen kann.“