Confed Cup 2017: Gastgeber Russland verliert 1:2 gegen Mexiko und scheidet bereits in der Vorrunde aus

Die russische Nationalmannschaft

Confed Cup-Gastgeber Russland musste sich am letzten Vorrundenspieltag mit 1:2 gegen Mexiko geschlagen geben und scheidet damit bereits in der Gruppenphase aus. Besonders bitter ist die Tatsache, dass die Sbornaja nach einem groben Patzer von Torhüter und Kapitän Igor Akinfeev den zweiten Treffer kassierte.

Russland galt bereits vor dem Confed Cup 2017 nicht als Titelfavorit, dennoch waren sich viele Fans und Experten einig, dass der Gastgeber zumindest die Vorrundenphase überstehen wird. Das Gegenteil ist eingetreten. Die Sbornaja musste sich am dritten und zugleich letzten Vorrundenspieltag mit 1:2 gegen Mexiko geschlagen geben und verpasst damit den Sprung ins Halbfinale der „Mini-WM“.

Vor knapp 42.000 Zuschauern in der Kasan Arena sah es zunächst nicht schlecht aus für die Sbornaja. Russland ging in der 24. Minute durch Samedov mit 1:0 in Front. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt auch gerechtfertigt, da der Turnier-Gastgeber deutlich mehr Spielanteile hatte. Nur neun Minuten später köpfte Arajuo den etwas überraschenden 1:1-Ausgleich für Mexiko.

Nach dem Seitenwechsel drückte Russland auf den zweiten Treffer den sie für das Weiterkommen benötigt hätten, doch in der 51. Minute schockte Lonazo die russischen Fans mit dem 2:1 für Mexiko. Besonders bitter ist die Tatsache, dass Russland Torhüter und Kapitän Igor Akinfeev bei dem Gegentreffer alles andere als gut aussah. Spätestens nach der gelb-roten Karte für Zhirkov in der 68. Minute war klar, dass Russland dieses Spiel kaum noch drehen wird. Am Ende blieb es bei der knappen 1:2-Niederlage und dem russischen Vorrunden-Aus beim Confed Cup 2017.

Russlands Nationalcoach Stanislaw Tschertschessow äußerte sich nach dem Spiel wie folgt zu dem Aus: „Noch schmerzt das Aus nicht, das Spiel ist ja gerade erst vorbei. Es war ein gutes Spiel, wir haben auch mit zehn Spielern noch versucht, etwas zu erreichen. Wir wollten auf keinen Fall verlieren.“ Auch wenn Tschertschessow sein Team in Schutz nahm, dürfte die Kritik an der russischen Nationalmannschaft seitens der Fans und Medien in den kommenden Wochen und Monaten groß werden. Es wird spannend zu sehen ob und wie sich die Sbornaja aus dieser Krise befreit und ob es dem WM-Gastgeber gelingt in den kommenden 12 Monaten eine schlagkräftigere Truppe bei der WM-Endrunde im eigenem Land auf die Beine zu stellen.

Während in Russland die Enttäuschung groß ist, dürfte der Jubel in Mexiko umso größer sein. Die Mittelamerikaner haben sich mit dem Sieg den zweiten Platz in der Gruppe A, hinter Portugal, gesichert und damit den Sprung ins Confed Cup-Halbfinale geschafft.