Confed Cup 2017: Marc-Andre ter Stegen auf Dauer die Nummer zwei?

Manuel Neuer
Foto: Peter P. / Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Nachdem Bundestrainer Joachim Löw im Vorfeld des Confed Cup 2017 noch eine Torwartrotation als möglich bezeichnet hat, steht seit Sonntag fest, dass Marc-Andre ter Stegen für dieses Turnier in Abwesenheit des gesetzten Manuel Neuer die Nummer eins ist. Der Schlussmann des FC Barcelona darf sich somit als Kronprinz Neuers fühlen und hat sich Ticket für die WM 2018 wohl sicher. Vieles spricht aktuell auch dafür, dass mit Neuer und ter Stegen die Torhüter Nummer eins und zwei gefunden sind, während die vielen anderen hochveranlagten Schlussleute um den dritten Kaderplatz kämpfen.

„Beide anderen Torhüter sind auch sehr, sehr gut. Jetzt musste man eine Entscheidung fällen für dieses Turnier. Das haben wir gemacht“, wollte sich Löw nach dem 3:1-Sieg gegen Kamerun zwar nicht darauf festlegen, dass ter Stegen nun fest die Nummer zwei hinter Neuer ist, doch man darf die nun gefällte Entscheidung durchaus so werten. Der 25-Jährige machte beim Gegentor gegen den Afrikameister zwar nicht die beste Figur, bewahrte die DFB-Auswahl aber vor der Pause vor einem durchaus möglichen Rückstand.

Schon zuvor gegen Chile lieferte der im letzten Jahr zum Stammkeeper des FC Barcelona avancierte ter Stegen eine einwandfreie Leistung ab und sammelte dadurch gegenüber dem im Auftaktspiel gegen Australien (3:2) gleich doppelt patzenden Bernd Leno Pluspunkte.

Leno, Trapp, Horn, Zieler – viele Optionen für Löw

Geht man davon aus, dass Neuer und ter Stegen ihr WM-Ticket sicher haben, gibt es dahinter ein heißes Rennen um den dritten Kaderplatz. Nicht ausgeschlossen, dass sich Löw in Absprache mit Bundestorwarttrainer Andreas Köpke dann nicht unbedingt für den besten Torwart als Nummer drei entscheidet, sondern für den Keeper, der ohne echte Aussicht auf Einsätze am besten ins Teamgefüge passt und auf keinen Fall für Unruhe sorgt.

Rob-Robert Zieler, der diese Rolle bei der WM 2014 perfekt ausgefüllt hat, ist nach einem verlorenen Jahr bei Leicester City indes nur Außenseiter. Die besten Karten dürften die nun für den Confed Cup nominierten Leno und Kevin Trapp haben. Aber auch Torhüter wie Timo Horn, Ralf Fährmann oder Oliver Baumann dürfen zumindest noch hoffen.