Confed Cup 2017: Russland wehrt sich gegen Doping-Vorwürfe

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Wenn der Confed Cup 2017 am Mittwoch und Donnerstag mit den Halbfinalspielen zwischen Chile und Portugal sowie Deutschland und Mexiko weitergeht, weilen die Akteure von Gastgeber Russland nach ihrem Aus am Samstag bereits im Urlaub. Gesprächsthema ist die Sbornaja indes dennoch und das bei weitem nicht nur im eigenen Land. Grund dafür sind die am Wochenende aufgekommenen Doping-Gerüchte rund um die WM 2014, zu denen es nun von offizieller Seite eine Stellungnahme gibt.

Im Rahmen der Halbzeit-Pressekonferenz des Confed Cup 2017 am Montag in St. Petersburg nahm Alexej Sorokin, Organisationschef der WM 2018, zu der von der britischen „Mail on Sunday“ verbreiteten Meldung, dass die FIFA gegen den gesamten russischen WM-Kader des Jahres 2014 wegen eines Doping-Verdachts ermittle, Stellung: „Es ist sehr bizarr, dass dies jetzt aufkommt. Es ist klar, dass es eine absolut erfundene Nachricht ist“, so Sorokin.

Und Sorokin hat für diese Haltung durchaus auch eine triftige Begründung parat: „Die Spieler sind vor und nach den Spielen kontrolliert worden, alle Ergebnisse waren negativ“, so der Organisationschef auch mit Blick auf die Ergebnisse der unabhängigen Doping-Proben während des Turnieres in Brasilien. Darüber hinaus verwies Sorokin auch darauf, dass die meisten russischen Nationalspieler auch im Rahmen der Europapokalspiele regelmäßig kontrolliert würden und es in den letzten Jahren „keinen einzigen Dopingfall im russischen Fußball“ gegeben habe.

FIFA äußert sich nur zurückhaltend

Zuvor hatte schon Russlands stellvertretender Ministerpräsident Witali Mutko, der gleichzeitig Chef des Fußballverbandes ist, die Vorwürfe gegenüber der russischen Nachrichtenagentur TASS zurückgewiesen: „Es gab noch nie Probleme mit Doping in unserem Fußball, und es wird sie nie geben.“

Igor Akinfeev, Maksim Kannunikov, Yuriy Zhirkov, Denis Glushakov und Aleksandr Samedov, die sowohl zum WM-Kader 2014 als auch nun zum Aufgebot für den Confed Cup 2017 zählten, haben sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

Von Seiten der FIFA heißt es derweil nur, dass in enger Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) die im sogenannten McLaren-Bericht auch gegen Fußballspieler aufgekommenen Vorwürfe untersuche ohne konkrete Namen zu nennen.