Cristiano Ronaldo: König der Königlichen

Crisitiano Ronaldo
Foto: Fanny Schertzer / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Real Madrid bewies am gestrigen Abend, dass die Champions League nur für sie gemacht zu sein scheint. Die Königlichen fühlen sich in der Königsklasse einfach pudelwohl. Und zerlegten den italienischen Rekordmeister Juventus Turin mit 3:0. Zentraler Mann bei Real Madrid wie so oft: Cristiano Ronaldo. Startete der Portugiese noch recht verhalten in die Saison, ist er mittlerweile wieder bei seinem absoluten Top-Niveau angelangt. Beeindruckende Zahlen inklusive. 

Allein in der Champions League lautet die beeindruckende Statistik des Mittelstürmers 14 Tore in nur neun Einsätzen. Damit jagt er seinen eigenen Königsklassen-Rekord an erzielten Treffern in einer CL-Saison. Dieser liegt bei 17 Toren, aufgestellt in der Saison 2013/14.

Und dafür, dass er noch mindestens drei Spiele für weitere Treffer Zeit hat, sorgte Ronaldo im Hinspiel des Viertelfinales der Champions League gegen Juventus Turin vor allem höchstpersönlich. Zwei Tore und die Vorlage zum finalen 3:0 steuerte der Kapitän der portugiesischen Nationalmannschaft bei. Dadurch schraubte er sein Torkonto in der Champions League nicht nur auf 119, womit er die klare Nummer 1 in diesem Wettbewerb aller Zeiten ist. Auch das Halbfinaltor stieß er so angelweit auf. Somit hielt er den Traum von seinem insgesamt fünften Champions League Titel mehr als am Leben.

Auch in der spanischen Liga weißt CR7 mittlerweile wieder unglaubliche Zahlen auf, die man von ihm dennoch gewohnt zu sein scheint. Nach schwachem Start in die Saison, trifft er zuletzt wieder, wie er will. Vier Tore standen für den 33-Jährigen in seinen ersten 15 Liga-Einsätzen lediglich zu Buche. Doch seither traf er in nur neun Spielen unfassbare 18 Mal.

Portugals Taktik: Jeden Ball zu Cristiano Ronaldo?

Zahlen, die sicherlich auch Portugals Nationalcoach Fernando Santos zufrieden stellen dürften. Denn der 148-malige portugiesische Nationalspieler ist die zentrale Figur in seiner Offensive. Beim EM-Triumph 2016 war vor allem die unüberwindbare Defensive ausschlaggebend. Offensiv regierte oft der Faktor Zufall.

Bei Ronaldos vielleicht letztem großen Turnier in Vollbesitz seiner Kräfte dürfte er die große Hoffnung auf portugiesische Tore verkörpern. Und an Zulieferern dürfte es ihm sicherlich nicht fehlen. Ob der erfahrene zentrale Mittelfeldmann, die jungen, quirligen Außenbahnspieler Goncalo Guedes oder Gelson Martins oder Bernardo Silva, der bei Manchester City in seiner ersten Saison überraschend viel und stark aufspielt – alle verstehen sich mehr auf den tödlichen Pass, denn den eiskalten Abschluss. Aber dafür haben sie ja Ronaldo. Trotz der schwachen Testspiele in der zurückliegenden Länderspielpause (2:1 gegen Ägypten, beide Tore Ronaldo, und 0:3 gegen die Niederlande), besteht dank ihrem Superstar also genügend Hoffnung in Portugal bezüglich der anstehenden WM.