Deutschlands WM-Gegner mit unterschiedlicher Form in Tests

Losglück für die deutsche Nationalmannschaft! Die DFB-Elf trifft bei der WM-Endrunde kommenden Sommer in Russland in der Gruppe F auf Schweden, Mexiko und Südkorea. Das erste Gruppenspiel bestreiten Joachim Löw und sein Team am 17. Juni in Moskau gegen Mexiko.
Foto: @DFB_Team / Twitter

Unzählige Länderspiele fanden an diesem Wochenende bereits statt. Die Nationen, die an der WM-Endrunde teilnehmen dürfen, nehmen die Feinjustierung an ihrem Kader vor der Nominierung im Mai vor. Und gerade bei interkontinentalen Testspielen werden die Stärken und Schwächen gegenüber Gegnern, die selten aufeinandertreffen sichtbar. Besonders interessant waren natürlich die Spiele der deutschen Vorrundengegner Südkorea, Schweden und Mexiko. Nur eines der drei Nationalteams zeigte sich in starker Form, die anderen beiden wurden spät von Debütanten besiegt. 

Schweden – Chile 1:2 : Drei Bundesligisten standen bei dem Aufeinandertreffen von Schweden und dem durch das Verpassen der WM enttäuschte Chile zu Spielbeginn auf dem Platz. Der Leipziger Emil Forsberg auf Seiten der Skandinavier sowie Charles Aranguiz von Bayer Leverkusen und der Münchner Arturo Vidal für La Roja. Letzterer war auch auffälligster Akteur auf dem Platz.  Zunächst ließ er den chilenischen Fans den Atem stocken. Denn er musst bereits früh verletzungsbedingt neben dem Platz behandelt werden. Er konnte aber zurückkehren – und wie! Nach einer Ecke erzielte er per traumhaftem Schuss aus 16 Metern in den Winkel die Führung für Chile in der 22. Minute. Nur eine Zeigerumdrehung später war die aber schon wieder futsch. Ola Toivonen vollendete einen starken schwedischen Spielzug zum 1:1. Und wiederum nur eine Minute später jubelten die Chilenen über ein Tor von Alexis Sanchez. Aber: Abseits, kein Treffer! So mussten sich die stolzen Chilenen nach sehenswertem Schlagabtausch und leichten eigenem Chancenplus bis in die 90. Minute warten bis Debütant Marcos Bolano den Ball zum 2:1 Sieg über die Linie drückte.

Nordirland – Südkorea 2:1 : Das Spiel startete wie gemalt für die Südkoreaner. Der Ex-Bundesliga-Profi Ju-Ho Park leitete mit einem genialen Lupfer aus dem zentralen Mittelfeld in den Strafraum das 1:0 von Chang-Hoon Kwon ein. Der Frankreich-Legionär aus Dijon nimmt den Ball mit rechts an und schiebt mit links lässig ein. Die Angfangsphase gehörte ganz klar den südkoreanischen Gästen. Dennoch mussten sie in der 20. Minute das 1:1 nach einer raffinierten Freistoßvariante der Nordiren hinnehmen. Den scharf nach innen getretenen Ball drückte letztlich der Koreaner Min-Jae Kim aus kurzer Distanz ins eigene Tor. Der Ausgleich gab den Nordiren auftrieb. Erst um die 60 Minute herum kam Südkorea wieder selbst zu Chancen, die aber allesamt ausgelassen wurden. So bestrafte der eingewechselte Debütant Paul Smyth von den Queens Park Rangers die Südkoreaner um Superstar Heung-Min Son noch mit dem 2:1 in der 86. Minute.

Deutsche WM-Gegner: Nur Mexiko gewinnt

Mexiko – Island 3:0 : Ein interessantes Aufeinandertreffen zwischen den als Favoritenschreck eingeschätzten Isländern und den mexikanischen Hausherren fand in Mexiko einen deutlichen Sieger. Wobei danach zu Beginn nicht viel aussah. Die Isländer erspielten sich ein Chancenplus. Aber zum Führungstreffer ausnutzen konnten sie keine der Gelegenheiten. So kam es, wie es kommen musste. Der von Frankfurt-Trainer Niko Kovac zuletzt gescholtene Marco Fabian trat zum Freistoß an. Und versenkte ihn sehenswert über die Mauer hinweg. Nach einigen Wechseln in der Pause und zu Beginn der zweiten Hälfte legte Mexiko nach. Außenbahnspieler Miguel Layun wurde in den Sechzehner geschickt und verendete geradlinig an den Innenpfosten und ins Tor. Ihm war auch der 3:0 Endstand vorbehalten. Aus spitzem Winkel übertölpelt er Islands Schlussmann, der mit einer Flanke gerechnet hatte.

So zementiert sich der Eindruck, der schon bei der Gruppenauslosung geherrscht hatte. Größter Gegner des deutschen Favoriten dürfte die mexikanische Auswahl werden. Ohne natürlich Schweden und Südkorea unterschätzen zu wollen, die auf jeden Ausrutscher der auf dem Papier stärker eingeschätzten Teams lauern werden.