Die Gruppe B der WM 2018 vorgestellt

Gruppe B

In Gruppe B treffen die europäischen Nachbarn Spanien und Portugal aufeinander sowie auf den Iran und Marokko.

Portugal

Als Kopf von Gruppe B war der Europameister Portugal gesetzt, der sich zum Zeitpunkt der Auslosung zudem auf Platz drei der Weltrangliste befand. Nach ihrem Sieg bei der EM 2016 in Frankreich hatten die Portugiesen auch keine Schwierigkeiten damit, sich für die WM in Russland zu qualifizieren. Der ärgste Widersacher in ihrer Qualifikationsgruppe war die Schweiz, die von zehn Partien nur eine verlor – die gegen Portugal am letzten Spieltag. Durch ihren 2:0-Sieg im Oktober 2017 sicherten sich die Portugiesen die Teilnahme an der Weltmeisterschaft und schickten die punktgleichen Schweizer dank des besseren Torverhältnisses ins Play-off.

Cristiano Ronaldo feiert sein Tor
Gints Ivuskans / Shutterstock.com

Bei Portugal dreht sich selbstverständlich alles um den seit Jahren besten Spieler der Welt: Cristiano Ronaldo. In der WM-Qualifikation schoss er 15 Tore und damit nur eins weniger als der Pole Robert Lewandowski. Längst ist Ronaldo der beste Torschütze in der Geschichte seiner Nationalmannschaft. Von seiner Form wird abhängen, wie weit die Portugiesen in Russland kommen. Unterstützung erfährt er von Offensivkräften wie André Silva vom AC Mailand und William Carvalho von Sporting Lissabon.

Spanien

Einer der Topfavoriten auf den WM-Titel sind die Spanier. Weil sie bei der Zusammenstellung der Töpfe für die Auslosung lediglich auf Platz acht der Weltrangliste lagen, sind sie im zweiten Topf und dadurch mit Portugal in einer Vorrundengruppe gelandet. Spanien hat dem Weltfußball zwischen 2008 und 2012 seinen Stempel aufgedrückt. Als erstes Team überhaupt gewannen die Spanier in diesem Zeitraum drei Titel hintereinander bei Welt- und kontinentalen Meisterschaften. Umso überraschender war das jeweils frühe Ausscheiden bei der WM 2014 und der EM 2016. In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Russland setzten sich die Spanier überraschend deutlich in einer Gruppe mit Italien durch.

Die spanische Nationalmannschaft
Die spanische Nationalmannschaft

Ungeschlagen mussten die Iberer lediglich ein 1:1-Unentschieden gegen die Italiener hinnehmen und besiegten den vierfachen Weltmeister im September 2017 in Madrid mit 3:0. Der WM-Kader der Spanier weist eine optimale Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern auf. Kapitän Sergio Ramos und Mittelfeldspieler Andrès Iniesta waren bereits bei den drei Titelgewinnen von 2008, 2010 und 2012 dabei, frischen Wind bringt etwa Marco Asensio von Real Madrid.

Iran

Laut Weltrangliste ist der Iran die beste Nationalmannschaft Asiens. Dennoch wird ihr Auftritt in Russland erst der fünfte bei einer Weltmeisterschaft sein. Jedes Mal, auch bei der WM 2014 in Brasilien, schied das Team schon in der Vorrunde aus. Die Qualifikation für die kommende Weltmeisterschaft überstanden die Iraner ungeschlagen, von den 18 Partien der Mannschaft gingen lediglich sechs unentschieden aus.

Der Kader der Asiaten besteht aus einer bunten Mischung aus Spielern, die bei Teams aus dem Iran und Europa unter Vertrag stehen. Große Namen sucht man jedoch vergebens. Lediglich Mittelfeldspieler Ashkan Dejagah dürfte deutschen Fans bekannt vorkommen, da er nicht nur bei Hertha BSC und dem VfL Wolfsburg, sondern auch für diverse deutsche Nachwuchs-Nationalmannschaften gespielt hat. Der wohl interessanteste Spieler des iranischen Teams ist der 23-jährige Stürmer Sardar Azmoun von Rubin Kasan, der bereits zu den besten Torschützen seines Landes aller Zeiten zählt.

Marokko

Gegen die Elfenbeinküste, Gabun mit Pierre-Emerick Aubameyang sowie Mali setzte sich Marokko in der Qualifikation für die WM 2018 durch – und das auch noch ungeschlagen. Damit hat das Team erstmals seit 1998 wieder sein Ticket für eine Weltmeisterschaft gelöst. Allerdings sind seine Chancen, beim globalen Turnier etwas Größeres zu erreichen, äußerst gering. Einige Spieler kennt man als deutscher Fußball-Fan, wie etwa Amine Harit vom FC Schalke 04 oder Aziz Bouhaddouz vom FC St. Pauli.

Der Kapitän der Marokkaner ist Medhi Benatia, der zwischen 2014 und 2017 beim FC Bayern München unter Vertrag stand und inzwischen für Juventus Turin gegen den Ball tritt. Neben dem 20-jährigen Harit stehen auch andere junge Kicker wie der 19-jährige Verteidiger Achraf Hakimi von Real Madrid und der 21-jährige Mittelfeldspieler Sofyan Amrabat von Feyenoord Rotterdam im Kader und wollen frischen Wind in die Mannschaft bringen.

Das wichtigste Duell

Am heißesten erwartet wird selbstverständlich das Nachbarschaftsduell zwischen Spanien und Portugal, das am 15. Juni stattfindet. Es wird bereits den Ton angeben, welches der beiden Teams am Ende den ersten und welches den zweiten Platz in der Gruppentabelle belegen wird.

Unser Fazit zur Gruppe B

Spanien und Portugal duellieren sich um die Plätze eins und zwei in der Gruppe. Die anderen beiden Teilnehmer haben dagegen kaum eine Chance, sich fürs Achtelfinale zu qualifizieren.