Die Gruppe C der WM 2018 vorgestellt

Gruppe C

In Gruppe C treffen die Mannschaften aus Frankreich, Peru, Dänemark und Australien aufeinander.

Frankreich

Glaubt man den Aussagen zahlreicher Fußball-Experten, dann gehört Frankreich definitiv in den Kreis der Topfavoriten auf den WM-Titel. Der Weltmeister von 1998 und Finalist der WM 2006 und der EM 2016 verfügt über eine goldene Generation und kann in Russland sehr weit kommen. In der Qualifikationsgruppe mit den Niederlanden und Schweden setzten sich die Franzosen souverän durch, mussten allerdings im Juni 2017 eine 1:2-Niederlage in Schweden sowie Anfang September 2017 ein peinliches 0:0-Unentschieden im Heimspiel gegen Luxemburg hinnehmen.

Frankreichs Nationalmannschaft
Die französische Nationalmannschaft

Die beiden besten Torschützen von Les Bleus in der Qualifikation waren Olivier Giroud und Antoine Griezmann mit jeweils vier Treffern. Neben den beiden weist die Offensive des französischen Teams jedoch noch einige weitere klingende Namen auf, darunter Paul Pogba, Kylian Mbappé und Ousmane Dembelé. Obwohl der Kader der Franzosen vergleichsweise jung ist, haben die meisten Spieler bereits Erfahrungen auf der großen Bühne gemacht, da sie bei namhaften Clubs unter Vertrag stehen.

Peru

Es dauerte 36 Jahre, bis sich Peru wieder einmal für eine Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Und auch der Weg nach Russland war steinig für das südamerikanische Team. In der sehr knappen CONMEBOL-Gruppe lagen die Peruaner am Ende auf Rang fünf, mit nur einem Punkt Rückstand auf Kolumbien, allerdings auch punktgleich mit den Chilenen. Die um zwei Treffer bessere Tordifferenz brachte Peru letztlich auf den Platz, der zur Teilnahme an einem Play-off gegen das beste ozeanische Team berechtigte. Mitte November trugen die Südamerikaner zwei Spiele gegen Neuseeland aus, wobei die Auswärtspartie mit 0:0 endete. Erst in ihrem Heimspiel in Lima setzten sich die Peruaner mit 2:0 durch und sicherten sich die Teilnahme an der WM. Zwei Spieler in ihren Reihen erzielten während der Qualifikation je fünf Treffer, nämlich Edison Flores und Paolo Guerrero.

Dazu kamen vier Tore von Christan Cueva und drei von Jefferson Farfán. Der Ex-Schalker ist einer der wenigen Spieler im peruanischen Kader, die ihr Geld in Europa verdienen, nämlich mittlerweile bei Lokomotive Moskau. Die meisten Kicker stehen bei Vereinen in Südamerika unter Vertrag, weshalb sie in Europa eher unbekannt sind. Auf junge Spieler wie Miguel Araujo von Alianza Lima oder Nilson Loyola vom FBC Melgar werden bei der WM die Augen der Scouts europäischer Clubs gerichtet sein.

Dänemark

Im Jahr 1992 gelang den Dänen mit dem EM-Titel eine Sensation. Danach wurde es auf internationaler Bühne wieder ruhiger um die Nordeuropäer, lediglich bei der WM 1998 schafften sie mit dem Einzug ins WM-Viertelfinale einen Achtungserfolg. Die Qualifikation für die EM 2016 verpassten sie noch, an der WM 2018 nehmen sie jedoch wieder teil. Dies schafften sie dank eines zweiten Platzes in ihrer Qualifikationsgruppe hinter Polen und vor Montenegro sowie dank eines siegreichen Play-offs. In dem trafen die Dänen auf Nordirland und setzten sich nach einem 0:0 in Kopenhagen letztlich überlegen mit einem 5:1-Auswärtssieg durch.

Der überragende Mann in der dänischen Mannschaft ist der offensive Mittelfeldspieler Christian Eriksen, der seit 2013 bei Tottenham Hotspur aktiv ist. In den Saisons 2013/14 und 2016/17 gewann er jeweils eine Auszeichnung als bester Spieler seines Teams, außerdem war er zwischen 2013 und 2017 insgesamt vier Mal Dänemarks Fußballer des Jahres. Neben dem 26-jährigen Eriksen wird die Offensive der Dänen von Spielern wie dem Leipziger Yussuf Poulsen und dem Bremer Thomas Delaney bestimmt. Ebenfalls im Kader dürfte der 30-jährige Stürmer Niklas Bendtner stehen, der zwischen 2014 und 2016 für den VfL Wolfsburg spielte.

Australien

Im Jahr 2006 schloss sich der australische Fußballverband der asiatischen Konföderation an, um seiner Nationalmannschaft dadurch einen herausfordernden Wettbewerb zu ermöglichen. Dies führte letztlich dazu, dass die Australier neben dem vierfachen Gewinn der Ozeanien-Meisterschaft auch den Sieg bei der Asien-Meisterschaft 2015 vorweisen können. Nach drei WM-Teilnahmen in Folge schaffte es die australische Mannschaft auch, sich für die Weltmeisterschaft 2018 zu qualifizieren. In einer Gruppe, in der sich unter anderem auch Japan, Saudi-Arabien und der Irak befanden, mussten die Australier lediglich eine Niederlage hinnehmen, belegten aber wegen vier Unentschieden nur den dritten Rang in der Endabrechnung.

Daher mussten sie zwei Play-offs absolvieren: Gegen Syrien gewannen sie knapp nach Verlängerung, gegen Honduras sorgte ein 3:1-Heimsieg für das glücklichere Ende für Australien. Im Kader der Socceroos sticht vor allem ein Spieler heraus: der mittlerweile 38-jährige Stürmer Tim Cahill, der beste Torschütze in der Geschichte der australischen Nationalmannschaft. Bei allen drei Weltmeisterschaften, an denen er bislang teilgenommen hat, erzielte Cahill mindestens einen Treffer. Unterstützung in der Offensive bekommt er unter anderem von zwei Spielern, die für deutsche Vereine aktiv sind, nämlich Mathew Leckie von Hertha BSC und Robbie Kruse vom VfL Bochum. Auch die meisten anderen australischen Spieler stehen bei europäischen Clubs unter Vertrag.

Die wichtigsten Duelle der Gruppe C

Von größter Bedeutung dürfte die Begegnung zwischen Peru und Dänemark am 16. Juni sein, da sie entscheidend dafür ist, welches Team neben Frankreich das Achtelfinale erreichen wird. Sollten die Franzosen schwächeln, ist eventuell auch das europäische Duell zwischen ihnen und den Dänen am 26. Juni ausschlaggebend für den Ausgang der Gruppe.

Frankreich ist klarer Favorit der Gruppe C

Dass Frankreich am Ende der Gruppenphase den ersten Tabellenplatz einnehmen wird, dürfte keine Überraschung werden. Darüber hinaus ist es jedoch schwierig, eine Prognose darüber abzugeben, welche Mannschaft den zweiten Rang belegen wird. Die besten Chancen dürfte Dänemark haben, aber auch die Peruaner sind nicht zu unterschätzen.