Die Gruppe F der WM 2018 vorgestellt

Gruppe F

In der Gruppe F findet sich der amtierende Weltmeister Deutschland wieder, ihm zugelost wurden Mexiko, Schweden und Südkorea.

Deutschland

Seit mittlerweile zwölf Jahren gibt es die Regelung nicht mehr, dass der Titelverteidiger der WM automatisch für das kommende Turnier qualifiziert ist. Somit musste auch Deutschland das Ticket für die WM 2018 erst lösen – und tat dies auf eindrucksvolle Weise. Alle zehn Partien gewann die deutsche Elf und belegte dadurch mit elf Punkten Vorsprung vor Nordirland den ersten Platz in der Tabelle. Jeweils fünf Tore erzielten dabei Thomas Müller und Sandro Wagner. Die Mannschaft reist nicht nur als amtierender Weltmeister nach Russland, sondern auch als Sieger des Confed Cup 2017 und als Führender der Weltrangliste.

Deutschland wird 2014 Weltmeister
Deutschland wird 2014 Weltmeister / Quelle: Jefferson Bernardes / Shutterstock.com

Erfahrene Spieler wie Mesut Özil, Toni Kroos, Mats Hummels und Sami Khedira bilden das Gerüst des Teams, dazu kommen hochtalentierte Newcomer wie Leroy Sané und Niklas Süle. Ein Fragezeichen steht dagegen hinter der Position des Torwarts. Eigentlich ist dort der Mannschaftskapitän Manuel Neuer gesetzt, allerdings musste der wegen eines Fußbruchs den größten Teil der Saison 2017/2018 aussetzen. Als sein Ersatzmann steht jedoch mit Marc-André ter Stegen der Keeper vom FC Barcelona bereit. Für konstant hohe Qualität im deutschen Tor ist also gesorgt.

Mexiko

Die mexikanische Nationalmannschaft ist seit Jahrzehnten Stammgast bei der Weltmeisterschaft, wobei die größten Erfolge das jeweilige Erreichen des Viertelfinales 1970 und 1986 war. In der Qualifikationsrunde des nord- und mittelamerikanischen Verbands CONCACAF stiegen die Mexikaner in der vorletzten Runde ein und überstanden diese ungeschlagen gegen Honduras, Kanada und El Salvador. In der letzten Runde gab es zwar eine 2:3-Niederlage in Honduras, dennoch setzte sich Mexiko als Tabellenführer durch und qualifizierte sich für die WM in Russland. Ihr bester Torschütze war dabei Hirving Lozano mit drei Treffern.

Der 22-jährige Stürmer ist einer der jungen Wilden im Angriff der Mexikaner, zu denen beispielsweise auch Raúl Jiménez und Rodolfo Pizarro zählen. Auf der anderen Seite spielen auch Kicker mit viel Erfahrung in der Mannschaft, allen voran der Kapitän Andrés Guardado und der Stürmer Javier Hernández, genannt „Chicharito“, die beide jeweils mehr als 100 Länderspiele absolviert haben.

Schweden

In einer Gruppe mit Frankreich und den Niederlanden fand sich die schwedische Nationalmannschaft bei der Qualifikation für die WM 2018 wieder. Und auch wenn es am Ende knapp war, schafften es die Nordeuropäer, ihr Ticket für Russland zu lösen. Zwar musste das Team den Franzosen den Vortritt lassen, gegenüber den punktgleichen Niederländern gab letztlich die bessere Tordifferenz den Ausschlag.

Im Play-off um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft hatten die Schweden dann die undankbare Aufgabe, gegen Italien anzutreten und schafften es tatsächlich, den vierfachen Weltmeister zu schlagen. Marcus Berg war mit acht Treffern der erfolgreichste Torschütze der Schweden in der Qualifikation, nennenswert sind auch die vier Tore, die der Leipziger Emil Forsberg beigetragen hat. Um diese beiden Spieler ist die Offensive der Schweden aufgebaut, seit Superstar Zlatan Ibrahimović nach der EM 2016 seine Karriere in der Nationalmannschaft beendet hat. Beim kontinentalen Turnier vor zwei Jahren schied Schweden schon nach der Vorrunde aus, bei ihrem ersten Auftritt bei einer WM seit 2006 können sie es besser machen.

Südkorea

Der Außenseiter von Gruppe F ist die Mannschaft aus Südkorea, die laut Weltrangliste zu den schlechtesten Teams der WM zählt. Dennoch ist sie ein Stammgast bei der Weltmeisterschaft und in Russland schon zum neunten Mal in Folge beim globalen Turnier dabei. Der größte Erfolg gelang dabei bei der Heim-WM 2002, bei der die Südkoreaner ins Halbfinale einzogen und letztlich den vierten Platz belegten. Die Qualifikation für Russland 2018 war allerdings alles andere als ein Selbstläufer für die Südkoreaner. Zwar beendeten sie die zweite Runde der Asien-Qualifikation mit acht Siegen aus acht Spielen, in der dritten und entscheidenden Runde wurde es dann aber viel knapper.

Letztlich belegte Südkorea den zweiten Platz in der Tabelle und damit einen direkten Qualifikationsplatz, hatte dabei jedoch nur zwei Punkte Vorsprung vor Syrien und Usbekistan sowie drei vor China. Der beste südkoreanische Torschütze war der ehemalige Hamburger und Leverkusener Son Heung-Min, der inzwischen bei Tottenham Hotspur spielt und sieben Treffer in der Qualifikation erzielte. Neben ihm dürfte deutschen Fans vor allem der Mittelfeldspieler Koo Ja-cheol bekannt vorkommen, der beim FC Augsburg unter Vertrag steht. Darüber hinaus sucht man im Kader der Südkoreaner allerdings vergeblich nach bekannten Spielern.

Die wichtigsten Duelle

Schon das erste Gruppenspiel zwischen Deutschland und Mexiko am 17. Juni wird richtungsweisend darüber sein, welches Team am Ende die Gruppe gewinnt. Am 27. Juni treffen dann am letzten Spieltag Mexiko und Schweden aufeinander, sehr wahrscheinlich geht es dabei um den Einzug in die K.o.-Runde.

Fazit

Deutschland wird keine Probleme damit haben, die Gruppe zu gewinnen, dahinter treffen sich Schweden und Mexiko auf Augenhöhe und spielen den zweiten Platz in der Tabelle aus. Südkorea wird aller Voraussicht nach ohne Sieg ausscheiden.