Dramatische Wende im Fall Guerrero: „WM gestohlen“

WM 2018
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Nach seiner halbjährigen Dopingsperre feierte Paolo Guerrero sein Comeback für Flamengo Rio de Janeiro. Bei seiner ersten Einwechslung gelang ihm gleich ein Assist. Und im ersten Spiel von Anfang an traf der peruanische Routinier gegen Chapecoense netzte der ehemalige Münchner und Hamburger Profi auch schon wieder ein. Die Zeichen standen positiv für eine Rückkehr in alter Stärke in die peruanische Nationalmannschaft. Perus Trainer Ricardo Gareca berief den auf und neben dem Platz wichtigen Profi trotz seiner halbjährigen Zwangspause für seinen WM-Kader. Doch nach dem aktuellen Richterspruch des CAS wird Guerrero die WM wohl doch verpassen. 

Denn das oberste internationale Sportgericht verurteilte den peruanischen Stürmer zu einer längeren Sperre von 14 Monaten. Bleibt dieses Urteil in dieser Serie von unterschiedlichen Richtersprüchen nun der letzte Akt, wird Guerrero die erste WM, für die sich Peru seit 1982 qualifizieren konnte, verpassen. Dabei zeigte sich der Profi des brasilianischen Traditionsklubs Flamengo Rio de Janeiro nach seiner Anhörung noch optimistisch: „Ich bin glücklich. Ich sagte alles, was ich zu sagen hatte.“

Doch nach dem Richterspruch war seine Stimmung natürlich gänzlich anders. Die Verantwortlichen für diese Entscheidung ließ der heißblutige Angreifer wissen: „Für die Menschen, die zu dieser beschämenden Ungerechtigkeit beigetragen haben, die die WM und vielleicht auch meine Karriere gestohlen haben, hoffe ich, dass sie in Ruhe schlafen können.“ Denn schließlich ist Guerrero bereits 34 Jahre alt. Ob er aus so einer langen Sperre zurückkehren können wird, ist heute noch nicht abzusehen.

Guerrero will für seine WM-Teilnahme juristisch kämpfen

Doch noch will der Leader des jungen peruanischen Teams den Kopf noch nicht in den Sand stecken. „Ich schaue zusammen mit meinen Anwälten, welche folgenden Maßnahmen wir ergreifen,“ verkündete er kurz nach der Verkündung des für ihn fatalen Urteils. Ein Schuldeingeständnis fehlt von Guerrero nach wie vor. Viel mehr ist er von seiner Unschuld überzeugt und beteuert, er habe „niemals irgendeine Art von Drogen oder verbotenen Substanzen konsumiert“.

„Ich war immer ein Profi,“ lautet Guerreros abschließendes Plädoyer. Dass er als solcher mit seinen Teamkameraden in Russland sein Heimatland Peru vertreten dürfen wird, scheint derzeit mehr als unwahrscheinlich.