Elmohamady blickt auf Ägyptens historische WM-Qualifikation

WM 2018 Russland
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28 lange Jahre musste Ägypten warten, bis sich ihre Fußball-Nationalmannschaft wieder einmal für eine WM-Endrunde qualifizieren konnte. Selbst Routiniers im Team, wie Ahmed Elmohamady, haben kaum Erinnerungen an das Turnier 1990 in Italien. Also wird es Zeit für neue, unvergessliche WM-Momente für die Pharaonen. Der Mittelfeldspieler in Diensten von Aston Villa blickt bei FIFA.com auf die aufreibende WM-Quali Ägyptens zurück und teilt seine Vorfreude auf die WM-Endrunde in Russland. 

Traumhafter kann eine WM-Qualifikation nicht erfolgen, als es bei Ägypten der Fall war. Letztes Heimspiel am vorletzten Spieltag der Quali, 85.000 frenetische ägyptische Fans im Stadion und die Möglichkeit mit einem Sieg alles klar zu machen für die WM-Endrunde in Russland. Kurz vor Schluss erzielt der Kongo den 1:1-Ausgleich. Doch in der Nachspielzeit noch einmal die dramatische Wendung. Ägyptens Superstar Mohamed Salah schießt seine Farben zur WM.

Doch warum hat diesmal geklappt, was so oft schief ging? Was waren für Ahmed Elmohamady die entscheidenden Faktoren für Ägyptens geglückte WM-Qualifikation? „Zunächst liegt es am Nationaltrainer, denke ich,“ lobt der 79-fache Nationalspieler. „Hector Cuper ist einer der besten Trainer, die wir jemals in der Nationalmannschaft hatten.“ Die Zahlen des argentinischen Coachs untermauern diese Einschätzung. Von 30 Spielen unter Cuper gewannen die Ägypter 20, bei vier Unentschieden und nur sechs Niederlagen.

„Außerdem spielt auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Schaut auf den Torwart Essam El-Hadary – er ist 45. In den Trainingslagern, in den Spielen, er spricht immer viel mit den Spielern und gibt seine Erfahrung an die Teamkameraden weiter,“ erklärt Elmohamady.

Elmohamady: „Ziel ist Gruppenphase zu überstehen“

Und dann ist da auch noch Superstar Mohamed Salah. Er ist die große Hoffnung der Ägypter bei der WM. „Ich hoffe er kann seine momentane Form bis zur WM halten. Das wäre fantastisch für uns,“ weiß auch sein Mitspieler Elmohamady.

Die Gruppe mit Uruguay, Gastgeber Russland und Saudi-Arabien schätzt dieser als nicht einfach ein, auch wenn es Ägypten schlimmer treffen hätte können. Was sagt Ahmed Elmohamady zu den einzelnen Gruppengegnern? Auftaktgegner Uruguay: „Sie sind ein großes Team, in unserem ersten Spiel. Sie haben einige starke Spieler, zum Beispiel Luis Suarez.“ Dann Gastgeber Russland: „Das Spiel wird schwer, wo sie doch zu Hause spielen und ihre Fans sie unterstützen werden.“ Und zum Abschluss der Vorrunde Saudi-Arabien: „Es ist ein Derby. Das letzte Mal, als wir in einem Pflichtspiel aufeinandertrafen war beim Confederations-Cup und wir verloren 5-1. Es wird also schwer.“

Dennoch gibt Elmohamady als Ziel das Erreichen des Achtelfinals aus. Und mit Rückenwind aus der atemberaubenden Qualifikation, dem Trainerfuchs Hector Cuper und Afrikas Fußballer des Jahres Mo Salah ist das den Pharaonen auch durchaus zuzutrauen.