England: Theo Walcott kämpft um WM-Teilnahme

WM 2018 Russland
Foto: shinobi / depositphotos

Einst war Theo Walcott das größte Talent Englands, wurde bei Arsenal als legitimer Nachfolger des legendären Thierry Henry gehandelt, heute muss er um seinen Kaderplatz im englischen Aufgebot für die WM in Russland bangen. Auch bei seinem Stammverein Arsenal London kommt Walcott kaum noch zum Zug. Daher liebäugelt der flinke Dribbler damit, nach 12 Jahren den FC Arsenal zu verlassen. 

Auf lediglich fünf Einwechslung in der Premier League brachte es Walcott bislang in dieser Saison. Dabei kam er insgesamt nur auf 49 Minuten auf dem Platz. Weder ein Tor, noch eine Vorlage wollte ihm dabei gelingen. Dass der 28-Jährige mit diesem Leistungsnachweis in der heimischen Liga keine Chance auf eine WM-Teilnahme hat, liegt auf der Hand.

Daher scheint Walcott einem Wechsel offen gegenüberzustehen. Sowohl der FC Everton, als auch Walcotts Jugendverein Southampton sollen an einer Verpflichtung interessiert sein. Denn in der Europa League konnte der ehemalige Nationalspieler seine Klasse durchaus noch nachweisen. In fünf Spielen erzielte er drei Tore, bereitete fünf weitere vor.

Sam Allardyce, Evertons Teammanager, zeigt sich bezüglich einer Leihe allerdings skeptisch, da für Walcott bei Arsenal wohl auch in der nächsten Saison keine Perspektive mehr besteht. Es scheint auf einen fixen Wechsel des Flügelstürmers hinauszulaufen. Trotz seiner erst 28 Jahre kommt Walcott für die Nord-Londoner insgesamt auf 395 Partien und 108 Tore. Allardyce schätzt an Theo Walcott folglich, dass er ein Spieler ist, “der sich bewiesen hat, gute Flanken schlägt und Torgefahr ausstrahlt”.

Walcott muss sich zurück in Englands Kader kämpfen

Trotz seiner großen Erfahrung und nachgewiesenen Klasse in der Premier League, muss sich Walcott erst wieder an die Nationalmannschaft herankämpfen. Andere Spieler haben ihm auf seiner Position, der rechten Außenbahn, den Rang abgelaufen.

Tritt England mit einer Dreierkette an, favorisiert Nationaltrainer Gareth Southgate defensivstärkere Akteure wie Kyle Walker, Nathaniel Clyne oder Kieran Trippier. Aufgrund starker Leistungen oder ihrer höheren taktischen Flexibilität könnten auch Außenbahnspieler wie Jesse Lingaard, Alex Oxlade-Chamberlain und Michal Antonio im englischen Kader-Ranking vor Theo Walcott landen.

Zweifelsohne braucht das frühere Top-Talent eine sehr starke Rückrunde, um sich zurück in den Fokus zu spielen. Bei Arsenal wird er diese Chance nicht erhalten. Möchte der ehemalige Nationalspieler den Funken Hoffnung, an der WM-Endrunde in Russland teilzunehmen, am Leben erhalten, wird er sich einem neuen Verein anschließen müssen.