Fakten und kurioses zur Mission “Titelverteidigung”

Deutschland
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Auch wenn die Kicker der Bundesliga gerade erst aus ihrem Winterschlaf erwacht sind ist das Jahr 2018 natürlich etwas ganz Besonderes. Unser Bundes-Jogi reist im Juni mit seinen Mannen nach Russland um dort das Unternehmen Titelverteidigung bei der Fußballweltmeisterschaft anzugehen. Dabei spielt die Gruppenphase den Deutschen Mannen natürlich in die Hände. Auch wenn man keinen Gegner unterschätzen wird hat man doch eine der leichteren Gruppen erwischt.

Da über diese Themen aber genug diskutiert wird wollen wir ihnen heute ein paar interessante und nicht immer komplett ernst gemeinte Fakten und Tatsachen offenbaren die sie vielleicht noch nicht wussten.

Die deutschen Fußballer sind Zocker

So jedenfalls das Gerücht. Hinter vorgehaltener Hand wird getuschelt, dass es schon seit dem der WM in Südafrika im Teamquartier neben Kicker, Billardtisch und Tischtennisplatte einen Pokertisch im Teamquartier gegeben haben. Dabei sind die deutschen Kicker aber in bester Gesellschaft. Der Superstar von Paris Saint-Germain und des Brasilianischen Nationalteams Neymar ist ständig in Online Casinos unterwegs. Der Ausnahmefußballer postet selbst ständig Bilder in den sozialen Netzwerken welche ihn beim Online Poker zeigen. In Russland dürfte Neymar jedoch Probleme bekommen. Der Zugang zu den Zockerseiten ist im Reich Putins sehr stark kontrolliert und eingeschränkt. Vielleicht kann er ja mal im deutschen Quartier vorbeischauen und sein Glück dort am grünen Filztisch versuchen. Dass sich die Brasilianer auf dem grünen Rasen gegen uns schwer tun haben sie ja vor vier Jahren eindrucksvoll bewiesen. Deutsche Zocker können auf Webseiten wie Casinospezialist die besten virtuellen Spielhallen für Poker finden. Viele der dort aufgeführten Casinos bieten auch Sportwetten an bei denen man jetzt schon auf die Ergebnisse der Gruppenspiele bei der WM 2018 setzen kann.  Der bekannteste deutsche zockende Fußballprofi kann sich die WM aus Las Vegas anschauen. Dort treibt es Max Kruse nämlich in seiner Freizeit hin, wenn er nicht gerade im TV bei Pokerturnieren live zu sehen ist.

Kürzere Reisen für die Teams

Besonders hierzulande gab es an den Austragungsorten bei der WM 2018 in Russland viel Kritik. Unter Anderem wurden die langen Reisen von den Quartieren zu den Spielorten kritisiert. Meckern und Schlechtreden liegt ja bekanntermaßen in unserer Natur. Schlaue Köpfe haben ausgerechnet, dass jedes Team während der Gruppenphase durchschnittlich 2.816 Kilometer zurücklegen muss. Das sind etwa 600 Kilometer weniger als bei der Fußball WM in Brasilien. Dass die Reisen zu den Spielen dem deutschen Team nicht unbedingt geschadet hat ist wohl jedem hinreichend bekannt.

Rauchfreie Fußball WM in Russland

Die FIFA engagiert sich seit Jahrzehnten in diesem Bereich. Schon 1986 gab der Verband bekannt auf das Sponsoring von Tabakkonzernen zu verzichten. Ab 2002 galt in den Stadien ein Rauchverbot. Es wurden Raucherzonen geschaffen, damit sich die nichtrauchenden Fußballfans nicht durch den krebserregenden Dampf der Raucher belästigt werden. Bei der WM 2018 soll nicht nur das komplette Stadion, sondern auch eine weitreichende Zone um die Spielstätte als Nichtraucherzone ausgewiesen werden. Eines der Ziele in diesem Bereich besteht in der Schaffung eines tabakfreien Umfeldes in allen FIFA WM-Stadien und auf allen FIFA Fan-Festen welche in den russischen Städten abgehalten werden. Sicherlich wird dies mit der Unterstützung der russischen Polizei kein Problem sein. Schon beim Confederations Cup 2017 stellten die Gastgeber unter Beweis, dass man (wenigstens für die ausländischen Medien und Berichterstatter) alles unter Kontrolle hat und mit einem Lächeln im Gesicht friedliche rauchfreie Feste in und um den Stadien feiern kann.

Züge fahren schneller

Während der WM in Russland sind die Reisezeiten zwischen Moskau und den verschiedenen Spielorten deutlich kürzer als es der reguläre Fahrplan sagt. Ob dies daran liegt, dass man andere Zugmaschinen einsetzt, weniger Stopps einlegt oder kürzere Haltezeiten hat konnten wir nicht herausfinden. Tatsache ist jedoch, dass die Reise mit dem Zug von Moskau nach Saransk normalerweise etwas über 11 Stunden dauert. Während der Weltmeisterschaft verkürzt sich die Fahrt auf etwas unter 9 Stunden. Saransk ist die Hauptstadt der Republik Moldawien. In der 40.000 Zuschauer fassenden Mordovia Arena finden vier Gruppenspiele statt. Unter anderem trifft dort der Europameister Portugal am 25. Juni auf den Iran. Neben diesen „Knaller treten auch Peru, Dänemark, Kolumbien, Japan, Panama und Tunesien die Reise nach Moldawien an.

Das Stadion in Saransk wird für die WM übrigens zweimal umgebaut. Zuerst wird es für die WM auf FIFA Standard gebracht, danach wird der obere Tribünenblock wieder entfernt. Damit entsteht eine Kapazität von nur noch 28.000 Besuchern. Auf den freigewordenen oberen Rängen sollen Verkaufsstände entstehen.

Viel heiße Luft in Sankt Petersburg

Noch gut in Erinnerung der deutschen Fans dürfte das Stadion in Sankt Petersburg sein. Dort holte das deutsche Team 2017 im Finale gegen Chile mit einem 1:0 den Titel. Es liegt auf der Krestowski Insel und wird von den Einheimischen auch als Krestowski Stadion bezeichnet. Mit einer Kapazität von 68.000 Besuchern gehört es zu den größten WM Stadien. Was viele wahrscheinlich nicht wissen ist, dass sich unter dem Stadion eine beeindruckende Technik befindet. Eine riesige Heizungs- und Lüftungsanlage sorgt dafür, dass sich die Spieler auf dem Rasen wohl fühlen. Während eines Spiels werden etwa 5 Millionen Kubikmeter temperierte Luft in das Stadion gepumpt. Diese innovative Technologie ist in der Lage die Temperatur auf dem Spielfeld rund um 21 Grad konstant zu halten. Wie der Sieg im Finale letztes Jahr zeigt, ist das offensichtlich die perfekte Betriebstemperatur für unsere Kicker.

Bei der WM 2018 finden in dem Stadion insgesamt 8 Spiele statt. Während in der Vorrunde Marokko, Russland, Brasilien, Nigeria, Iran, Ägypten Costa Rica und Argentinien die Ränge zum Beben bringen kann das Deutsche Team frühestens am 3. Juli dem Sankt Petersburger Stadion einen Besuch abstatten. Dafür muss man die Gruppe F gewinnen. Dann geht es ins Achtelfinale ins Krestowski Stadion. Am 10 Juli findet dort zudem ein Halbfinale statt bevor am 14. Juli das Spiel um den dritten Platz am gleichem Ort ausgetragen wird. Auf den Besuch am 14. Juli können wir aber gut und gerne verzichten, denn unser Ziel ist es definitiv am 15 Juli 2018 im Moskauer Luschniki Stadion den Pokal den 81.000 Zuschauern im Olympiastadion und den Millionen vor den Bildschirmen entgegenzustrecken!