Frankreich untermauert Favoritenrolle – Dembele trifft beim 3:1 gegen Italien

Ousmane Dembele
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Von vielen Experten wird Frankreich zum engsten Favoritenkreis auf den Sieg des Titels bei der anstehenden WM in Russland gezählt. Nach der denkbar knappen Niederlage im Finale der Heim-EM vor zwei Jahren gegen Portugal soll nun der letzte Schritt zu einem internationalen Titel gelingen. Dass sich Frankreich auf einem sehr guten Weg befindet untermauert es weiterhin in den Testspielen. Gegner Italien, dass viel experimentierte und einigen neuen Gesichtern eine Chance in der Nationalmannschaft einräumte, besiegte die Equipe Tricolore mit 3:1. Den Endstand steuerte Ex-Dortmunder Dembele bei. 

Immer größer dürfte die Hoffnung beim jungen Stuttgarter Defensivallrounder Benjamin Pavard werden, bei der WM nicht nur dabei, sondern mittendrin zu sein. Nach gut 10 Minuten Einsatzzeit gegen Irland stand der 22-Jährige, der mit einem Abschied aus Stuttgart kokettiert, nun in der Startelf Frankreichs gegen Italien und bestritt die Partie über 90 Minuten rechts hinten. Und beim ersten Tor hatte Pavard sogar direkten Anteil. Aus dem rechten Halbfeld schlug er eine Flanke an den langen Pfosten, von wo Kylian Mbappe volley abnahm. Italiens Schlussmann Sirigu konnte zwar noch parieren, gegen Umtitis Abstauber war der Keeper aber machtlos.

Und Frankreich ließ nach der frühen Führung nicht locker. N’golo Kante traf den Pfosten. Dann drang Lucas Hernandez in den gegnerischen Strafraum ein und wurde vom jungen Debütanten Rolando Mandragora gefoult – Strafstoß. Antoine Griezmann übernahm die Verantwortung und traf zum 2:0. Ausruhen auf der verdienten Führung konnte sich Les Bleus aber nicht lange. Denn nur sieben Zeigerumdrehungen später schaffte Italien den Anschlusstreffer durch Leonardo Bonucci. Balotelli zog hart, aber recht mittig ab, Lloris konnte nur prallen lassen und der erfahrene Innenverteidiger staubte gedankenschnell ab.

Ousmane Dembele besiegelt Frankreichs Sieg mit herrlichem Schlenzer

Nach der Halbzeit fand die Equipe Tricolore gegen die Squadra Azzurra aber wieder zu ihrer Dominanz zurück. Bayern Münchens Corentin Tolisso, der sich nach dem zweiten Startelfeinsatz in fünf Tagen berechtigte Hoffnung auf einen Stammplatz bei der WM in Russland machen darf, und Ousmane Dembele vergaben zunächst noch ihre Chancen. Doch dann schlug der Wirbelwind vom FC Barcelona und ehemalige Dortmunder Dembele zu. Und zwar wunderschön. Einen schnellen Gegenstoß schloss er vom Strafraum aus mit einem tollen Schlenzer in die lange Ecke ab. Die Partie war entschieden. Denn die letzte halbe Stunde lang wechselten beide Nationaltrainer viel aus, die Luft war raus, der Spielfluss ebenso.