Glückliches Ende für Juventus bei Khediras Jubiläum

WM 2018 Russland
Foto: shinobi / depositphotos

Ein Champions League-Achtelfinale, das vom Gegner Tottenham Hotspur über weite Teile dominiert und aktiver gestaltet wurde, am Ende aber dennoch in Juventus Turin seinen abgezockten Sieger hatte. Zwei argentinische Angreifer, die fabelhaft miteinander harmonieren und Gauchos-Coach Jorge Sampaoli Hoffnung für die WM machen. Und ein deutscher Nationalspieler, der bei Juve neben dem Achtelfinal-Triumph auch noch ein rundes Jubiläum feiern darf. Das alles hielt das Achtelfinal-Rückspiel bei den Tottenham Hotspur für Juventus Turin und seine Anhänger bereit. 

Die Ausgangslage war klar: nach dem 2:2 im Hinspiel in Turin brauchten die Italiener mindestens einen Treffer in London gegen die Spurs, um in das Viertelfinale einzuziehen. Doch wie die Feuerwehr begann viel mehr der Premier League-Klub aus Nordlondon. Mit forschem Pressing ließen die Spurs Juve gar nicht ins Spiel kommen. In der 39. Minute belohnte dann der Koreaner Son endlich seine Farben mit dem überfälligen 1:0. Bis auf einen Elfmeter, den die Italiener in Person von Douglas Costa nicht zugesprochen bekamen, war das bis dahin offensiv viel zu wenig von Turin.

Die zweite Halbzeit begann zäh. Tottenham bemühte sich mehr um Spielkontrolle, schließlich musste Juventus nun ja zwei Treffer erzielen, um doch noch ins Viertelfinale einzuziehen. Danach sah es bis zur 64. Minute bei Leibe nicht aus, doch dann passierte es dennoch. Erst vollendete Higuain eine feine Kopfball-Vorlage von Khedira zum Ausgleich. Nur drei Minuten später spielte der Torschütze einen feinen Pass durch die Abwehrkette der Spurs auf seinen Landsmann Paulo Dybala. Und der ließ sich nicht zwei Mal bitten. Der Argentinier stellte mit dem 2:1 für Juve das Spiel auf den Kopf. In der Folge konzentrierten sich die Italiener auf das, was sie am besten können und verteidigten die Führung gekonnt bis zum Schluss.

Nationalspieler Khedira zum 100. Mal im Trikot von Juventus

Neben den beiden argentinischen Torschützen stach noch ein weiterer Mann für Juventus heraus: Sami Khedira. Nicht nur glänzte er mit seiner umsichtigen Vorlage zum 1:1-Ausgleichstreffer, sondern er feierte auch ein ganz besonderes Jubiläum. Denn in diesem wichtigen Spiel streifte er sich zum 100. Mal in einem Pflichtspiel das Juve-Trikot über. In 70 Serie A-, 21 Champions League-, sieben Coppa Italia- sowie zwei Supercoppa-Partien seit seinem Wechsel von Real Madrid 2015 erzielte der deutsche Mittelfeldspieler 16 Treffer und gab 12 Vorlagen.