Gruppe C: Peru unterliegt Dänemark trotz couragierter Leistung

Peru Danmark

Peru gegen Dänemark – das sind die Spiele, auf die sich alle wirklich Fußballbegeisterten vor einer Weltmeisterschaft freuen. Wann hat man sonst solche interkontinentalen Spiele zweier Mannschaften, die vielleicht nicht zu den großen Favoriten zählen, aber dennoch sehr begabte Fußballer und interessante Taktiken bereithalten. Und das Spiel sollte dann auch viel davon halten, was es versprach. Kampf und Härte, aber durchaus auch ansehnliche Angriffe und guten Fußball. Das glücklichere Ende war dank Elfmeterfehlschuss, Chancenwucher und einem Leipziger Stürmer aber Dänemark vorbehalten. 

Paolo Guerrero darf bei der WM spielen, entschied der CAS und sorgte in Peru damit für Jubelstürme. Schließlich ist der Mittelstürmer nicht nur der Rekordtorschütze des Andenstaates, sondern auch erfahrener Leader. Paolo Guerrero darf nicht spielen, entschied dann aber Perus Trainer Ricardo Gareca überraschend, zumindest nicht von Anfang an. Im Sturmzentrum agierte somit zunächst der Ex-Schalker Jefferson Farfan, frischgebackener russischer Meister mit Lokomotive Moskau. Für Dänemark auf der Gegenseite standen mit dem Neu-Dortmunder Thomas Delaney und Leipzigs Stürmer Yussuf Poulsen zwei aktuelle Bundesligisten auf dem Platz. Mit Kjaer, Christensen, Kvist, Jörgensen tummelten sich außerdem einige Ex-Bundesliga-Legionäre in der Startelf der Skandinavier.

Die Dänen wollten von Beginn weg die Partie kontrollieren, doch Peru machte es ihnen schwer. Christian Eriksen, Dänemarks Star und Spielmacher, kam überhaupt nicht zur Geltung, wurde konsequent zugestellt. Stattdessen kamen die Peruaner selbst zu einigen nicht ungefährlichen Abschlüssen früh in der Partie. Nach einer unterhaltsamen ersten Viertelstunde kam im Anschluss nur noch Farfan nennenswert vors Tor, auch er ohne Erfolg. Die große Chance zur Führung sollte sich Peru dann kurz vor der Pause bieten. Nach Zuhilfenahme des Videomaterials entschied der hervorragend pfeifende gambische Schiedsrichter Gassama auf den Punkt. Poulsen hatte Cueva zuvor gefoult. Der 26-Jährige trat selbst an und einmal mehr bestätigte sich eine vermeintliche Fußball-Weisheit: Der Gefoulte darf nie selbst schießen. Cueva jagte den Ball in den dritten Stock über das Tor.

Eiskalter Poulsen trifft Peru ins Mark

Glück für Dänemark, Glück für Yussuf Poulsen also. Und nach der Halbzeitpause wussten die Skandinavier das auszunutzen. Mit mehr Dampf kamen sie aus der Kabine, tauchten immer öfter im peruanischen Drittel des Platzes auf. Und dann zeigte auch der bis dahin vollkommen abgetauchte Eriksen sein feines Ballgefühl, schickte Poulsen in die Gasse und der blieb vor dem Schlussmann Perus eiskalt: 1:0 Dänemark in der 59. Minute.

Dann durfte auch endlich Guerrero mitwirken. Und das zahlte sich für Peru aus. Sie übernahmen wieder das Zepter über das Spiel, kamen ein ums andere Mal zu Chancen. Doch entweder brachte noch ein dänischer Abwehrspieler sein Bein dazwischen oder ihr Keeper Kasper Schmeichel parierte. So bissen sich die Peruaner schlussendlich die Zähne an der dänischen Defensive und ihrer eigenen mangelhaften Chancenverwertung aus. Nach dieser Partie dürfte Favorit Frankreich aber gewarnt sein. Sie erwarten noch zwei wirklich starke Gegner.