Gruppe G: Kane rettet Auftaktsieg von England mit Doppelpack

England
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Im Vorfeld einer WM weckt die englische Nationalmannschaft große Hoffnung bei ihren Fans und neutralen Fußballbegeisterten. Wie schon so oft. Die Three Lions treten mit einer hochtalentierten Mannschaft an, um deren Einzelspieler die Engländer viele andere Nationen beneiden. Wie schon so oft. Doch können die Briten diesmal ihr Potenzial auch abrufen? Im Auftaktspiel gegen Tunesien wurde England trotz einer starken, überlegenen Leistung von ihrem Star und Goalgetter erst kurz vor Schluss gerettet. 

Gareth Southgate, Nationaltrainer von England, schickte die erwartete Elf ins Rennen. Kyle Walker war das rechte Glied der Dreierkette, im Sturmzentrum agierte Hoffnungsträger Harry Kane. Unterstützung lieferten ihm die feinen und flinken Technicker Dele Alli, Kanes Kollege bei den Tottenham Hotspur, Jesse Lingard von Manchester United und von dessen Stadtrivalen Manchester City Raheem Sterling. Southgate ließ sich von der Kampagne der Yellow Press gegen Sterling also in keinster Weise beeinflussen.

Und die Three Lions starteten auch munter gegen Tunesien bei denen der für den Auftakt fragliche Khazri, extrem wichtiger Offensivspieler für die Nordafrikaner, rechtzeitig fit wurde. Die erste große Doppelchance verpassten Lingard und Alli noch fahrlässig, doch nur wenige Minuten später sollte sich das schwache Abwehrverhalten Tunesiens in der Anfangsphase rächen. Nach einer Ecke kam Innenverteidiger John Stones zum Kopfball, den der tunesische Keeper Hassen aber noch hervorragend entschärfte. Gegen den Nachschuss, bei dem Harry Kane einmal mehr seinen Torinstinkt bewies, war aber auch der tunesische Schlussmann machtlos (11. Minute).

Noch bitterer als das Gegentor: Bei seinem Abwehrversuch hatte sich Hassen verletzt und konnte nicht weiterspielen. Bereits in der 14. Minute musste Tunesien den Torhüter auswechseln. Für ihn kam Ben Mustapha.

England lange glücklos, doch dann Kane zum Zweiten

Und der neue Mann zwischen den tunesischen Pfosten bekam keine Eingewöhnungszeit. England drückte aufs Gaspedal und kam immer wieder zu Abschlüssen. Doch das nächste Tor erzielte Tunesien. Und zwar vom Elfmeterpunkt. Kyle Walker setzte in den Augen von Schiedsrichter Perez seinen Arm zu vehement gegen Ben Youssef ein. Eine eher kleinliche Entscheidung. Sassi war’s egal. Der 24-Jährige traf zum Ausgleich. Allerdings mit etwas Glück, denn fast hätte Englands junger Nationaltorhüter Pickford den Strafstoß noch erreicht.

Noch vor der Halbzeitpause startete England engagierte Gegenangriffe, wollte die Führung wieder erzwingen. Doch Stones schlug ein Luftloch, ein Lingard-Schuss wurde abgeblockt, ein weiterer traf das Aluminium. An die aufregende erste Halbzeit konnte die zweite dann zunächst nicht anknüpfen. Der Druck von England nahm erst gegen Ende der Partie wieder zu. Die deutliche Feldüberlegenheit hatten die Three Lions zurückgewonnen, doch die engen tunesischen Abwehrmaschen konnten die englischen Angreifer zunächst nicht aufknüpfen. So musste schlussendlich in allerletzter Minute eine weitere Ecke den Erfolg bescheren. Maguire verlängerte den Eckstoß, Kane köpfte ein. Doppelpack des jüngsten Kapitäns in der englischen WM-Geschichte zum 2:1-Auftaktsieg der Three Lions.