Halilhodzics Erfahrung soll Japan ins Achtelfinale führen

WM 2018 Russland
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Japans Nationaltrainer Vahid Halilhodzic sorgte schon bei der letzten WM in Brasilien für eine der positiven Überraschungen des Turniers. Die algerische Nationalmannschaft führte der bosnische Trainer in das Achtelfinale. Gegen den turmhohen Favoriten und späteren Weltmeister Deutschland lieferten die Fenneks einen leidenschaftlichen Kampf. Sie zeigten aber auch taktische und fußballerische Qualitäten. Erst in der Verlängerung mussten sie sich dem DFB-Team geschlagen geben. Von diesen Erfahrungen will Halilhodzic zehren und den Achtungserfolg mit Japan wiederholen, verrät er FIFA.com. 

Die Ausgangslage war auch 2014 für Algerien nicht einfach. In einer Gruppe mit Belgien, Russland und Südkorea galten die Fenneks sicherlich nicht als aussichtsreicher Kandidat auf das Achtelfinale. Doch hinter dem klaren Gruppenersten Belgien setzten sich auch die Algerier in der Vorrunde durch. “Japan wird in Russland in einer ähnlichen Situation sein, wie Algerien vor vier Jahren,” meint Halilhodzic. “Wenn wir die gleiche Leistung abrufen wollen, müssen wir unsere Vorbereitung gut hinbekommen und in jedes Spiel mit hohen Zielen gehen.”

Die Vorbereitung war 2014 für den Trainerroutinier der Schlüssel und ist es auch heute noch: “Wir haben uns mit Algerien uns sehr gut auf den Wettbewerb vorbereitet und nichts dem Zufall überlassen. Wir werden dasselbe mit Japan machen.” Außerdem verweist er auf seine gewonnenen Erfahrungen: “Jeder Trainer muss erst seine Ausbildungszeit bei solchen Turnieren hinter sich bringen. So machen sie nicht die selben Fehler zweimal.”

Halilhodzics Plan: Japan vom Außenseiter zum Achtelfinalisten

Dass sich Japans Nationalmannschaft nicht allzu viele Fehler erlauben darf, liegt bei der schweren Gruppe auf der Hand. “Es wird schwer, wie in allen Gruppen bei der Weltmeisterschaft. Polen ist Siebter im FIFA-Ranking, Kolumbien 13. und Senegal 27. Wir sind auf Platz 55, was alles über die Aufgabe sagt, der wir uns gegenübersehen.”

Mit einigen Bundesligaakteuren im Kader, wie Dortmunds Kagawa, Muto aus Mainz, dem Stuttgarter Asano oder Frankfurts Hasebe, wird Samurai Blue diese schwere Aufgabe angehen. “Wir sind nicht die Favoriten in dieser Gruppe. Aber wir werden gegen Polen, Kolumbien und Senegal alles geben. Bei einer WM ist alles möglich. Wir werden uns gut vorbereiten und auf jedes Detail achten müssen,” lautet der Schlachtplan des erfahrenen Vahid Halilhodzic, um ein zweites Mal in Folge bei einer WM-Endrunde zu überraschen.