Iraner Jahanbakhsh träumt von Sprung in Bundesliga

WM 2018 Russland
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Der Iran verfügt nicht über viele Stars im Profi-Fußball, die in den großen europäischen Ligen mithalten können. Einer, der in der holländischen Eredivisie nicht nur mithält, sondern gar heraussticht, ist Alireza Jahanbakhsh vom AZ Alkmaar. Und der 24-Jährige träumt noch von höheren Weihen, nämlich einem Engagement in der deutschen Bundesliga. Bei der WM hat der Rechtsaußen Gelegenheit, sich auf der größtmöglichen Bühne des Weltfußballs zu präsentieren. 

Zwölf Iraner versuchten bereits ihr Glück in der Bundesliga. Mit sehr unterschiedlichem Erfolg. Mehdi Mahdavikia war Publikumsliebling beim HSV, Ashkan Dejagah galt als eines der größten deutschen Talente und ist heute immer noch im Nationalmannschaftskader des Iran vertreten, Ferydoon Zandi verzauberte an guten Tagen den kompletten Betzenberg.

Und auch Alireza Jahanbakhsh hat seine persönlichen Favoriten unter den Bundesliga-Iranern. “Durch Spieler wie Ali Daei, Vahid Hashemian und Ali Karimi, die alle bei Bayern München gespielt haben, bin ich früher selbst zum Fußball gekommen. Die Bundesliga ist meine Traumliga,” meint der Profi des AZ Alkmaar.

Und die deutsche Elite-Liga muss kein Traum bleiben. Denn in dieser Saison dreht der 24-Jährige in der Eredivisie mächtig auf. In 24 Spielen gelangen ihm elf Tore, dazu bereitete er zehn Treffer von Mitspielern direkt vor. Auch in der letzten Saison glückten ihm bereits zehn Treffer und neun Vorlagen. Die starke Bilanz des Iraners ist also keineswegs eine Eintagsfliege.

Große Bühne WM: Kann sich Jahanbakhsh ins Rampenlicht rücken?

Und die größtmögliche Bühne, um sich interessant für Klubs aus der Bundesliga zu machen, bietet sich Jahanbakhsh mit der WM im kommenden Sommer in Russland ja erst noch. Zum zweiten Mal in Folge nimmt der Iran unter dem portugiesischen Nationaltrainer Carlos Queiroz nach 2014 an einer WM teil. In Brasilien stand am Ende der Vorrunde zwar das Aus als Gruppenletzter. Dennoch präsentierten sich die Iraner beim 0:0 gegen Nigeria, dem 1:3 gegen Bosnien und vor allem dem 0:1 gegen den späteren Finalisten Argentinien durchaus auf Augenhöhe.

In diesem Jahr trifft das Team Melli, so der Spitzname der iranischen Fußballnationalmannschaft, in der Gruppenphase auf die beiden Schwergewichte Spanien und Europameister Portugal, was gerade für Trainer Queiroz ein ganz besonderes Spiel werden dürfte. Die größten Chancen auf einen Achtungserfolg haben die Iraner in ihrem Auftaktspiel gegen Marokko. Die Hoffnungen des Irans ruhen dabei zu großen Teilen auf den Schultern von Alireza Jahanbakhsh.