Irans Nationalcoach Queiroz träumt vom Achtelfinale

WM 2018
Paparacy / Shutterstock.com

Erstmals in der Geschichte hat es der Iran geschafft, sich für zwei aufeinanderfolgende Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Bei einem Team ohne Superstars trägt dafür vor allem ihr Trainer Carlos Queiroz großen Anteil. Für den Portugiesen ist es sogar schon die dritte WM-Teilnahme in Folge. 2010 in Südafrika betreute er die Nationalmannschaft seines Heimatlandes. In diesem Jahr in Russland wird er der portugiesischen Auswahl als Gegner gegenüberstehen. Über diese besondere Konstellation, die Ziele des Iran und die Wichtigkeit von Profis, die ihr Geld in Europa verdienen sprach Queiroz ausführlich mit FIFA.com. 

Für die meisten Experten und Fans ist der Ausgang der Gruppe B mit Spanien, Portugal, Marokko und dem Iran klar. Die iberischen Teams kämpfen um den Gruppensieg, die Nordafrikaner machen mit den Asiaten Platz 3 unter sich aus. Doch Irans Nationalcoach Carlos Queiroz betont forsch: „Wir möchten in die zweite Runde einziehen.“ Wobei sich der erfahrene Trainer auch bewusst ist: „Natürlich wird das sehr schwer werden. Alle sind sich darin einig, dass wir bei dieser WM die schwerste Gruppe erwischt haben, in der wir mit zwei Titelanwärtern konfrontiert sind: Spanien und Portugal.“

Chancenlos sieht er sein Team dennoch nicht. Was auch an der Entwicklung des iranischen Fußballs liegt: „2011 hatten wir gerade einmal einen Spieler, der in Spanien aktiv war. Heute spielen fast 60 Prozent unserer Stammspieler in Europa, und drei von ihnen sind zufällig in der russischen Liga aktiv. Das dürfte wichtig für das Team sein, denn dadurch bekommen wir mehr Informationen und ein persönlicheres Verhältnis zu den Russen,“ blickt Queiroz auch über das grüne Rasenviereck hinaus.

Queiroz will Duell gegen Portugal nicht überbetonen

Angesprochen auf das heiße Duell mit seinem Heimatland Portugal lacht der Coach: „Ich spreche lieber davon, Spanien die Stirn zu bieten und gegen Portugal zu spielen.“ Wieder ernster will er dem Duell mit Portugal nicht allzuviel Bedeutung beimessen, sondern freut sich einfach auf die anstehenden Herausforderungen: „Als portugiesischer Trainer glaube ich, dass ein Spiel gegen Portugal eine Chance und einen ganz besonderen Moment darstellt, und zwar nicht nur für mich, sondern auch für meine Spieler. Es wird interessant sein, gegen die Portugiesen anzutreten, ebenso wie gegen Spanien oder Marokko. Sie werden sehen, dass dies bei der bevorstehenden WM eine sehr attraktive Gruppe sein wird.“