James: Bayern-Schnäppchen und Bundesliga-Rekordtransfer?

WM 2018 Russland
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Seit Sommer ist James Rodriguez beim FC Bayern. Leihweise zunächst. 13 Mio. Euro ließen es sich die Münchner kosten, den Kolumbianer für zwei Jahre an sich zu binden. Geholt wurde der 26-Jährige von seinem Ex-Trainer Carlo Ancelotti. So richtig angekommen ist er aber erst unter dessen Nachfolger Jupp Heynckes. Die Leistungen, die James seither zeigt, dürften den Bayern-Verantwortlichen die Entscheidung weiter erleichtern, ob sie die Kaufoption für James ziehen sollen. 

42 Mio. Euro beträgt die festgeschriebene Ablöse, die die Bayern an Real überweisen müssen, um James Rodriguez fest an sich zu binden. Der Kolumbianer, der nicht im Guten von Madrid ging, stünde in diesem Fall automatisch bis zum Juli 2022 beim deutschen Rekordmeister unter Vertrag.

Dieses Geschäft birgt die kuriose Situation, dass James mit einer Gesamtablöse von 55 Mio. Euro (Leihgebühr + Kaufoption) zum teuersten Einkauf der Bundesliga-Geschichte werden könnte und aber gleichzeitig noch als Schnäppchen durchgeht. Denn in diesen wahnwitzigen Zeiten, in denen man sich an Transfersummen im dreistelligen Bereich gewöhnen zu müssen scheint, sind 55 Mio. Euro für einen Fußballer im besten Alter mit Potenzial zum Weltstar sicherlich keine horrende Summe.

“Ich würde kein Veto einlegen, wenn es bei ihm darum ginge, die Kaufoption zu ziehen,” ließ Bayern-Aufsichtsratmitglied Edmund Stoiber vorsorglich schon einmal in der SportBild wissen. Kein Wunder, sieht man sich allein die Zahlen von James beim FCB an. In 16 Bundesliga-Einsätzen erzielte er vier Tore und bereitete sechs Treffer direkt vor. Gerade seit er vornehmlich zentral eingesetzt wird, blüht der Kolumbianer auf.

Steigert James seinen Marktwert bei der WM noch weiter?

Und der Marktwert von James Rodriguez könnte im Sommer weiter explodieren. Denn dann steht die WM in Russland an. Und wir erinnern uns alle an die zurückliegende WM-Endrunde in Brasilien. Damals ging der Stern des jungen Kolumbianers auf. Mit sechs Toren wurde er Torschützenkönig des Turniers, obwohl die Kolumbianer bereits im Viertelfinale an Brasilien scheiterte.

In diesem Jahr treffen die Kolumbianer in der Vorrunde auf den Senegal, Japan und Polen. Die Südamerikaner um James, Falcao und Co. gelten als klarer Gruppenfavorit. Und kann Rodriguez an die Gala-Auftritte seiner ersten WM nun in Russland anknüpfen, freuen sich die Bayern-Bosse über ein immer größeres Schnäppchen.